Toprak über Miller: «Der beste Teamkollege, den man sich vorstellen kann!»
Jack Miller unterstützt Rookie Toprak Razgatlioglu, um sich in der MotoGP zurechtzufinden. Im Pramac-Yamaha-Team harmonieren die beiden sehr gut, was man auch beim Thailand-GP beobachten konnte.
Als Toprak Razgatlioglu letztes Jahr bei Yamaha einen MotoGP-Vertrag unterschrieb, war von Anfang an klar, dass es für den Superbike-Weltmeister in dieser Saison nicht einfach werden würde, um in der Königsklasse Fuß zu fassen. Zum einen muss sich der 29-Jährige an das MotoGP-Bike gewöhnen, zum anderen ist die neue V4-M1 derzeit alles andere als konkurrenzfähig und noch in einem relativ frühen Entwicklungsstadium.
In seiner schwierigen Karrierephase hat er im Pramac-Team mit Jack Miller glücklicherweise einen erfahrenen und umgänglichen Teamkollegen an seiner Seite. Die beiden harmonieren hervorragend, was bereits bei den Vorsaisontests zu erkennen war. «Ich bin sehr glücklich, dass ich mit Jack zusammenarbeiten kann. Er ist ein sehr spezieller Typ und ich denke, dass er der beste Teamkollege ist, den man sich vorstellen kann», lobte Toprak «Jackass» im Interview mit den Kollegen von motogp.com. «Wir haben gemeinsam viel Spaß. Ich hoffe, wir können uns gemeinsam verbessern. Es ist echtes Teamwork!»
Teamwork in Thailand
In Buriram gingen Toprak und Miller vor den Rennen gemeinsam zu Fuß auf die Strecke, mit dabei waren einige Techniker der Pramac-Crew und Teammanager Gino Borsoi. Der Routinier erklärte dem Rookie beispielsweise in den Kurven die Bremspunkte und wann er dort wieder ans Gas geht.
«Er (Miller) ist sehr stark in dieser Saison. Er ist ein anderer Jack Miller, eine Art 2.0-Version. Die beiden sind sehr gute Teamkollegen, die Atmosphäre innerhalb der Box ist sehr gut und sie arbeiten gut zusammen – das ist gut für uns und Yamaha», unterstrich Gino Borsoi.
Man kann die Liebe spüren, die er für seinen Job hat!Jack Miller
«Ich genieße meine Zeit mit Toprak sehr. Es ist schön, einen normalen Typen an seiner Seite zu haben», ergänzte Miller. «Er hat eine große Leidenschaft für Motorräder und für alles, was zwei Räder hat. Man kann die Liebe spüren, die er für seinen Job hat.»
Auch bei der Tuk-Tuk-Challenge auf dem Chang International Circuit hatten die beiden sehr viel Spaß. Sie machten Wheelies und stellten das Gefährt in den Kurven seitlich auf zwei Räder. Am Ende überquerten sie die Ziellinie als Erste.
Im Sprint am Samstag, im ersten MotoGP-Rennen für Toprak, fuhr der Rookie die meiste Zeit hinter Routinier Miller her – um zu lernen. Er lag auf Platz 15, als er in Runde 11 von 13 in der letzten Kurve ausrutschte und damit seinen ersten MotoGP-Rennsturz fabrizierte. Er konnte seine Yamaha wieder aufrichten und weiterfahren. Den Sprint beendete er auf dem 20. und vorletzten Platz. Als er in die Pramac-Box zurückkam, applaudierte seine Crew. «Als ich Jack folgte, bin ich viele Runden lang sehr gut gefahren. Ich bin ihm einfach gefolgt», erzählte Toprak. «Ich habe verstanden, in welchen Sektoren er schnell war und in welchen Abschnitten ich stark war. Ich konnte den Abstand halten, bis ich gestürzt bin. Dennoch habe ich sehr viel gelernt.»
Yamaha-Werksfahrer Alex Rins beobachtete Toprak während des Sprintrennens. «Ich war das ganze Rennen hinter Toprak. Im letzten Sektor war er sehr gut. Auf der Bremse machte er es sehr gut, aus der letzten Kurve hatte er sehr viel Traktion», so der Spanier.
Den Grand Prix am Sonntag beendete Toprak auf Rang 17 – vor Teamkollege Miller, der 18. wurde. «Wir müssen uns Schritt für Schritt verbessern. Wenn wir es mit der Brechstange versuchen, dann funktioniert es mit diesem Motorrad nicht», lautete die Erkenntnis von Toprak Razgatlioglu nach seinem ersten Rennwochenende in der MotoGP.
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