Mercedes: Wie geht es mit Bottas und Wehrlein weiter?

Von Andreas Reiners
Formel 1
Valtteri Bottas

Valtteri Bottas

Valtteri Bottas kann wohl schon bald die kommende Saison planen. Denn der Finne hat sich bei Mercedes mit starken Leistungen ganz offensichtlich einen neuen Vertrag verdient.

Sein Kontrakt bei den Silberpfeilen läuft bekanntlich nach diesem Jahr aus. Doch der 27-Jährige ist mit 33 Punkten Rückstand auf den Führenden Sebastian Vettel und 19 Zählern Rückstand auf seinen Teamkollegen Lewis Hamilton durchaus noch ein Titelkandidat.

Zudem fuhr er in den vergangenen fünf Rennen jedes Mal auf das Podium und holte in den vergangenen sechs Rennen mehr Punkte als Vettel und Hamilton. Für Mercedes gibt es deshalb keinen Grund, an der Fahrerpaarung Hamilton/Bottas 2018 etwas zu ändern.

«Die Sommerpause ist ein guter Zeitpunkt für Gespräche und um die Dinge durchzudenken. Wir hatten vor Ungarn gute Gespräche mit Valtteri. Es würde mir gefallen, mit einer Entscheidung zu den letzten Rennen nach Asien zu fliegen», deutete Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff eine baldige Einigung mit dem Finnen an. Dem Vernehmen nach soll Bottas allerdings erneut nur einen Einjahresvertrag erhalten, damit sich Mercedes dann für 2019 alle Optionen offenhalten kann.

Bottas wird nach seinem Testeinsatz für Mercedes nach Finnland zurückfliegen, in die Sauna gehen und Bier trinken. «Das ist mein Plan», witzelte Bottas. Und auf die Frage, ob er die rennfreie Zeit auch dazu nutzen wolle, um über die Zukunft seiner GP-Karriere zu reden, erklärte der Mercedes-Star: «Wir werden die Verhandlungen bestimmt bald einmal aufnehmen. Offensichtlich müssen wir bald einmal über die Zukunft sprechen, denn ich habe keine Ahnung, wie es weitergeht. Das Problem ist einfach, dass das Handy in der Sauna nicht funktioniert. Deshalb könnte es eine Weile dauern, bis es soweit ist. Ihr dürft beim nächsten Rennen in Spa also noch keine Neuigkeiten in dieser Hinsicht erwarten.»

Wie es mit Mercedes-Zögling Pascal Wehrlein weitergeht, ist hingegen offen. Er steht offenbar vor einem Problem: Die neue Sauber-Vereinbarung mit Ferrari schließt auch ein, dass ein Nachwuchsfahrer der Italiener im Auto sitzen soll: Charles Leclerc oder Antonio Giovinazzi.

Den Monegassen oder den Italiener bei Sauber auszubilden, war eine der Bedingungen von Ferrari, um Sauber 2018 mit aktuellen Motoren auszurüsten. In dieser Saison müssen die Schweizer bekanntlich mit Vorjahrestriebwerken Vorlieb nehmen – und fahren hinterher.

Da Marcus Ericsson als Kern des Engagements schwedischer Investoren bei Sauber fest im Sattel sitzt, bleibt für Wehrlein kein Cockpit übrig. Die Frage ist nun: Was macht Mercedes? Denn selbst wenn viele Verträge für 2018 noch offen sind – die realistisch möglichen Plätze für Wehrlein sind rar. Force India hatte Wehrlein bereits vor dieser Saison abgelehnt.

Am realistischsten scheint noch ein Platz beim Mercedes-Kundenteam Williams. Da wird es darauf ankommen, ob Felipe Massa seine Karriere fortsetzt. «Ich habe fünf Punkte geholt. Im Qualifying-Duell gegen Marcus Ericsson steht es 7:2 für mich. Was kann ich mehr tun?», sagte Wehrlein der Bild.

«Es gibt viele Bewegungen auf dem Markt. In den nächsten beiden Wochen könnten ein paar interessante Dinge passieren», ließ sich Wolff in Bezug auf die Zukunft des Deutschen lediglich entlocken.

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