FIA-Präsident Jean Todt hat sich durchgesetzt: 2018 kommt der von ihm geförderte Kopfschutz Halo (Heiligenschein). Für die Teams heisst das: Viel Arbeit für die Katz. Sie rechneten mit dem «Shield».
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Der Schaden ist nicht genau zu beziffern, aber Tatsache ist: Die Entscheidung des FIA-Präsidenten Jean Todt, zur Saison 2018 hin den Kopfschutz Halo (Heiligenschein) einzuführen, bedeutet für zahlreiche Rennställe – viel Arbeit für die Katz.
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Denn zahlreiche Design-Elemente landen nun im Papierkorb. Die Rennställe hatten sich teilweise darauf eingestellt, dass 2018 – wenn überhaupt – das System "Shield" kommt. Aber als Sebastian Vettel mit der Scheibe in Silverstone nach nur einer Runde an die Box fuhr, weil ihm wegen der verzerrten Sicht flau im Magen geworden war, da wurde klar: Der Schild ist viel zu unerprobt, um ihn schon in der kommenden Saison einzusetzen. Auch Formel-1-Rennleiter Charlie Whiting sagt: "Von allen Vorrichtungen, die wir entwickelt oder uns angeschaut haben, ist der Halo einfach am weitesten gediehen." Die Einführung des Halo bedeutet: Bei den Rennställen ist nun Flexibilität gefragt, wie Haas-Teamchef Günther Steiner gegenüber crash.net bestätigt. "Wir haben das Design eigentlich um den Shield herum gemacht. Du fängst ja schon im Frühling mit dem Design des jeweils nächstjährigen Autos an. Nun wissen wir: Der Shield kommt gar nicht. Statt dessen müssen wir sehen, wie wir den Halo einpassen. Bei uns ist Einiges an Arbeit für den Papierkorb gewesen, und das trifft auch auf andere Teams zu. Wir werden nie erfahren, welche Auswirkungen das haben wird."
Allerdings beginnt die Arbeit beim Halo gemäss Steiner nicht bei null. Der 52jährige Südtioler sagt weiter: "Wir haben den Halo 2016 ja verschiedene Male gesehen, und die Aerodynamiker haben sich natürlich Gedanken darüber gemacht, wie sich der Heiligenschein auswirkt. Die Aufgabe ist für alle die gleiche, wir müssen das Design anpassen. Wie das am Ende aussieht, weiss ich auch noch nicht. Aber wir werden schon eine Lösung finden."
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