Aldeguer-Comeback in Brasilien – Rennwochenende wird zum Testlauf
Gresini-Ducati-Pilot Fermin Aldeguer wagt seine Rückkehr in der MotoGP nach seiner Trainingsverletzung. Die Saison 2026 startet für den Youngster auf der neuen Strecke in Brasilien.
Nach seinem schweren Sturz in der Saisonvorbereitung und der daraus resultierenden Oberschenkelverletzung meldet sich Fermin Aldeguer beim Brasilien-GP in Goiania zurück. Der Spanier hatte den MotoGP-Saisonauftakt in Buriram verpasst, nachdem er sich den Schaft seines linken Oberschenkels im Januar gebrochen hatte und operiert werden musste. Für ihn sprang in Thailand Ducati-Testfahrer Michele Pirro ein. Nun also sein Comeback.
Früheres Comeback von Aldeguer – klare Erinnerung an den Unfall
Aldeguer erinnerte sich an den entscheidenden Moment seines Unfalls, auch wenn ihm nicht bewusst ist, wann genau der Bruch passierte. «Ich weiß nicht, in welchem Moment ich mir das Bein gebrochen habe, aber ich erinnere mich gut an den Unfall. Ich war am Bremsen, habe einen Gang runtergeschaltet und hatte dann einen Highsider.» Trotz der Schwere des Sturzes überwiegt bei ihm nun die Erleichterung, in Brasilien wieder fahren zu können.
Ursprünglich peilte Aldeguer sein Comeback später an. «So wie ich gebaut bin und wie ich mich verletzt habe, haben wir eher mit Katar gerechnet.» Doch nach wenigen Wochen Reha änderte sich das Ziel. «Nach drei, vier Wochen habe ich angefangen zu denken, dass ich es hier nach Brasilien schaffen kann.» Dass der Grand Prix auf einer neuen Strecke stattfindet, sieht er als Vorteil. «Es ist eine gute Möglichkeit, da es eine neue Strecke für alle Fahrer ist. Niemand hat hier Daten oder Erfahrung.»
Katar-Verschiebung hilft Aldeguer bei Reha
Vor wenigen Tagen konnte der 20-Jährige auf einer Ducati Panigale wieder fahren. «Das Level ist schwierig zu bewerten. Auf dem Bike bin ich besser als beim Gehen. Ich muss es mit der MotoGP-Maschine versuchen, mit hoher Geschwindigkeit. Das Bike ist schwerer, stärker, komplett anders.» Aldeguer ist bewusst, dass er ohne Testkilometer einen schweren Stand haben wird. «Dieses Rennen ist ein Testlauf.» Er wäre mit einem Top-10-Ergebnis zufrieden, traut sich aber auch mehr zu.
Die aktuelle geopolitische Lage – Spannungen und Krieg zwischen Iran und den USA/Israel – führte zur Verschiebung des Katar-GP. Für Aldeguer entwickelt sich dies zu einem Vorteil. «Wir wissen erst seit ein paar Tagen, dass Katar verschoben wird, aber ich hatte mir das Ziel Brasilien schon vorher gesetzt. Die Verschiebung hilft mir, mehr Wochen für die Reha und das Training zu haben – und zu versuchen, in Jerez bei 100 Prozent zu sein.»
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