Raul Fernandez über Aprilias Trend: «Wichtig, klar im Kopf zu bleiben!»
Die Aprilia RS-GP gilt nach dem fulminanten Auftakt als Titelkandidat. Für Jubelstürme könnte es zu früh sein, glaubt Trackhouse-Pilot Raul Fernandez im Vorfeld des MotoGP-Events in Brasilien.
Zwei Piloten auf dem Podest, vier Fahrer unter den ersten fünf im Sonntagsrennen oder mit Abschluss des Rennwochenendes in Thailand ebenfalls vier RS-GP-Fahrer unter den ersten fünf Plätzen der WM-Tabelle: Wie man es dreht und wendet, der MotoGP-Saisonauftakt war für die Marke Aprilia ein Auftakt nach Maß und der mit Abstand beste seit dem Beginn des Projekts.
Mit zwei dritten Plätzen ganz vorn mit dabei war Raul Fernandez. Dieser hatte gleichzeitig von dem Moment an, als es um die Startaufstellung ging, auch Trackhouse-Kollege Ai Ogura im Griff. Nun geht es für den MotoGP-Tross erstmals seit 24 Jahren wieder nach Brasilien. Für Aprilia und das Kundenteam aus Nordamerika dürfte nach dem sensationellen Auftakt das Ziel sein, Schwung für den weiteren Verlauf der Saison zu behalten.
Für den Spanier ist es für Jubelstürme noch zu früh, es gebe noch zu viele Unsicherheiten: «In der Frühphase der Saison kann man sich nie sicher sein, wo man steht. Davide Brivios (Teamchef von Trackhouse) und Aprilia-Technikchef müssen jetzt dafür sorgen, dass alle Piloten der Marke die beste Ausgangsposition haben. Für mich ist es erstmal wichtiger, klar im Kopf zu bleiben und das Beste aus dem Motorrad herauszuholen.»
Die runderneuerte Strecke in Goiânia biete gute Voraussetzungen für den Trackhouse-Piloten, auf seinem Rennwochenende in Thailand aufzubauen: «Die Art der Streckenführung mit den vielen langen Kurven auf diesem Kurs müsste unserem Motorrad liegen.» Fragezeichen gebe es jedoch, denn welche Bedingungen die Fahrer am Freitag vorfinden, das ließe sich bislang nur erraten. Die Streckenbeschaffenheit sei wegen der Überflutung im Vorfeld und fehlender weiterer Motorsport-Events unklar: «Ich weiß nicht, was wir erwarten können. Das Personal versucht noch, die Strecke sauber zu bekommen. Gleichzeitig scheint die Farbe des Asphalts nicht nur vom Schmutz zu kommen, sondern auch daher, dass er noch neu ist. So richtig werden wir erst im ersten Training erfahren, wie sich die Strecke anfühlt.»
Den Trainings in Brasilien kommt eine besondere Bedeutung zu: «Wir haben glücklicherweise 15 Minuten mehr Trainingszeit als sonst. Die müssen wir nutzen und uns mit jeder einzelnen Ausfahrt verbessern. Es geht auch darum wer es sich schafft am besten zu adaptieren und es gibt keine Chance für große Abstimmungs-Experimente.»
Nach dem MotoGP-Auftakt in Thailand hat Raul Fernandez die dritte WM-Position inne, nur zwei Punkte liegt er hinter Markenkollege Marco Bezzecchi.
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