Zweisitzer Monza: Jacques Villeneuve und Ivan Capelli

Von Mathias Brunner
​Die langjährigen Grand-Prix-Piloten Jacques Villeneuve und Ivan Capelli liessen es sich nicht nehmen, im Tempo-Tempel Monza den Formel-1-Zweisitzer von «Formula One Management» zu fahren.

Die beiden früheren Formel-1-Piloten Jacques Villeneuve (46) und Ivan Capelli (54) bringen die Erfahrung von mehr als 250 WM-Läufen in ein Fahrerlager. In Monza traten die beiden auf Augenhöhe an – als Fahrer der famosen Formel-1-Zweisitzer!

Der Italiener Capelli, Ferrari-Werkspilot 1992 und heute Chef des Mailänder Automobilklubs, nahm eine Einladung des früheren Minardi-Teambesitzers Paul Stoddart an, dessen Zweisitzer auch in Monza Gäste um den Kurs pfeffern.

Und der Kanadier Jacques Villeneuve, Formel-1-Champion von 1997 mit Williams, liess sich ebenfalls nicht zwei Mal bitten. «Ich habe nur zugesagt, weil Monza eben Monza ist», sagt der Québecois gegenüber unseren Kollegen vom Journal de Montréal. «Monza ist der Tempo-Tempel, und ich liebe diese Bahn, sie trieft nur so von Historie, dem kann sich keiner entziehen.»

«Wenn du dann wieder im Auto sitzt, dann merkst du schnell, dass die alten Reflexe schnell wieder da sind. Du kommst zur ersten Kurve hin und weisst genau, was du tun musst.»

Villeneuve war aber auch ehrlich genug zuzugeben, dass ihm nach wenigen Runden ein wenig mulmig wurde in der Magengrube: «Das liegt daran, dass mein Gleichgewichtssinn nicht mehr an diese irren Beschleunigungen gewöhnt sind. Der Motor leistet mehr als 800 PS, die Lenkung und die Bremsen sind der Hammer, es war fabelhaft!»

Einer der Gäste im Zweisitzer, die üblicherweise vom Österreicher Patrick Friesacher und von Zsolt Baumgartner aus Ungarn pilotiert werden: Haas-Rennstallbesitzer Gene Haas! Der US-Amerikaner erhielt sogar drei statt der üblichen zwei Runden spendiert.

Villeneuve ist ein vielbeschäftigter Mann im Fahrerlager. Er ist unter den Journalisten beliebt, weil der elffache GP-Sieger nie um den heissen Brei herumredet. Seine Analysen für den französischen Canal+ sowie die italienische Sky sind messerscharf und treffen den Nagel immer auf den Kopf. Die Meinung des 162fachen GP-Teilnehmer ist nicht immer beliebt und mehrheitskompatibel, aber darum schert sich Jacques wenig. Ihm ist seine Meinung wichtiger als politische Korrektheit.

Villeneuve hat es höflich, aber bestimmt abgelehnt, für die Formel 1 nach einem Rennen Siegerinterviews zu führen, wie das Mark Webber, David Coulthard, Martin Brundle, Sir Jackie Stewart oder Johnny Herbert getan haben. Jacques lacht: «Wenn du das machst, dann bist du definitiv ein Ex-Fahrer. Aber so fühle ich mich nicht. Also überlasse ich das lieber den Anderen.»

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