Sebastian Vettel: Neue Teile für Malaysia-Aufholjagd

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

Ferrari-Star Sebastian Vettel nutzt sein Qualifying-Pech von Malaysia, um sich mit neuen Motoren-Teilen auszurüsten. Der vierfache Formel-1-Weltmeister wird den 15. WM-Lauf als Letzter in Angriff nehmen.

So hatte sich Sebastian Vettel den Qualifying-Samstag in Malaysia bestimmt nicht vorgestellt: Der Ferrari-Star kämpfte bereits in der letzten freien Trainingsstunde mit Fehlzündungen, deshalb entschied sich die Scuderia, das vierte Triebwerk aus seinem Motoren-Kontingent für die entscheidende Zeitenjagd einzusetzen – und zwar ein Rennen früher als geplant.

Doch auch der Motoren-Tausch brachte nicht die erwünschte Wirkung, bereits in der fünften Kurve seiner ersten schnellen Runde hatte Vettel plötzlich deutlich weniger Leistung und erklärte über Funk: «Es fühlt sich an, als ob der Turbo nicht funktioniert.» Der Blick in die Daten offenbarte, dass nicht genügend Ladedruck vorhanden war.

Da die Zeit nicht reichte, um den Schaden zu beheben, musste sich der vierfache Champion zähneknirschend mit dem letzten Startplatz begnügen. Und weil er nicht noch weiter nach hinten rücken kann, nutze seine Mannschaft die Chance, den Dienstwagen des Heppenheimers mit neuen Motor-Teilen auszurüsten.

Vettel startet seine Aufholjagd auf dem Sepang International Circuit deshalb mit einem neuen Verbrennungsmotor, einer neuen MGU-H-Einheit und einem neuen Turbo. Dafür brummten im die Regelhüter eine – theoretische – Strafversetzung um 20 Positionen auf, denn bei allen Teilen handelte es sich um die fünfte Einheit.

Wir erinnern uns: Jeder GP-Star darf in dieser Saison insgesamt vier Antriebseinheiten nutzen, alle weiteren Teile ziehen schmerzliche Startplatz-Strafen nach sich.

Einen Start aus der Boxengasse, der es dem Team erlauben würde, auch die Abstimmung des Autos zu ändern, ziehen die Team-Verantwortlichen allerdings nur in Betracht, wenn die Wetterprognose ein Regenrennen prophezeit. Denn dann könnte Vettel mit einem Regen-Set-Up angreifen.

Doch die Roten hoffen angesichts der Überlegenheit, die Ferrari am Trainingsfreitag auf trockener Piste gezeigt hat, auf schönes Wetter. In diesem Fall nimmt der 30-Jährige den GP vom 20. Platz in Angriff.

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