MotoGP: Abfuhr als Befreiungsschlag?

Lauda: «Verstehe Vettels aggressives Manöver nicht»

Von Vanessa Georgoulas
Niki Lauda

Niki Lauda

Mercedes-F1-Aufsichtsratschef Niki Lauda war einer der Ersten, der Lewis Hamilton zum vierten WM-Titelgewinn gratulierte. Der Österreicher lobte seinen Schützling und tadelte Ferrari-Gegner Sebastian Vettel.

Natürlich liess es sich Niki Lauda nicht nehmen, Mercedes-Ass Lewis Hamilton noch am Boxenfunk zum vierten Titelgewinn in der Formel 1 zu gratulieren. Der Brite hatte die Ziellinie in Mexiko nach einem ereignisreichen Rennen als Neunter gekreuzt und damit genug Punkte geholt, um die WM-Tabelle uneinholbar anzuführen – zwei Rennen vor dem Ende der Saison.

Lauda bedankte sich brav beim 62-fachen GP-Sieger und erklärte hinterher vor laufender Kamera: «Wenn du Weltmeister bist, dann bist du Weltmeister. So einfach ist das. Es kümmert niemanden, wie du den Titel geholt hast.»

Der Österreicher nutzte die Gelegenheit, um seinen Unmut über die Kollision zwischen Hamilton und Polesetter Sebastian Vettel nach dem Rennstart los zu werden. Kein Wunder, schliesslich musste Hamilton danach an die Box zurückschleichen, weil er sich dabei einen Plattfuss eingehandelt hatte. Auch Vettel musste an die Box abbiegen, weil sein Frontflügel dabei zu Bruch gegangen war.

«Was ich nicht verstehe, ist das aggressive Manöver von Vettel in der ersten Kurve», schimpfte Lauda. «Er hat Lewis hart getroffen und der konnte gar nichts dafür! Damit nahm das Drama seinen Anfang.» Doch der dreifache Weltmeister fügte eilends an: «Aber am Ende ging alles auf und das ist fantastisch!»

Lauda schwärmte daraufhin: «Lewis war in diesem Jahr in der Lage, sich stark zu verbessern. Das musst du auch, wenn du vielfacher Weltmeister werden willst. Und er hat seit dem vergangenen Jahr einen wirklich grossen Fortschritt erzielt. Er hatte ein Auto, das schwierig zu fahren und auch nicht so schnell wie sein Vorgänger ist. Trotzdem hat er es dank seiner überragenden Performance geschafft.»

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