Jacques Villeneuve: «Vettel hat Hamilton aufgeweckt»

Von Adam Cooper
Formel 1
​Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve (46) sagt über Saison 2017: «Lewis ist ein wirklich sehr, sehr guter Fahrer. Aber neben Valtteri Bottas ist er doch eingeschlafen. Sebastian Vettel hat ihn aufgeweckt.»

Lewis Hamilton hat in Mexiko seinen vierten WM-Titel sichergestellt. Auch für Jacques Villeneuve ist der richtige Mann Weltmeister geworden. Der 46jährige Kanadier meint: «Lewis ist ein wirklich sehr, sehr guter Fahrer. Auch wenn er immer für Teams gefahren ist, die entweder ein siegfähiges Autos hatten oder gleich das Beste. Aber das ist okay, denn Ausnahmepiloten finden sich in der Regel in herausragenden Autos wieder.»

«Wenn Hamilton so fährt wie nach der Sommerpause, dann ist das rundweg fabelhaft. Aber Tatsache ist: Er ist nicht das ganze Jahr so gefahren. Ich glaube, er ist neben Valtteri Bottas ein wenig eingeschlafen. Dann hat er gemerkt: Gar nicht Bottas ist 2017 sein grosser Gegner, sondern Sebastian Vettel im Ferrari. An dieser Stelle ist er wieder aufgewacht.»

«Hamilton ist jahrelang gegen Nico Rosberg gefahren, und das war hart. Dann kam Bottas, und Hamilton hat sich wohl gedacht – da werde ich leichtes Spiel haben.»

«Aber nach einer Weile wurde ihm klar: Mist, Ferrari und Vettel sind wirklich bei der Musik. Und ein Vettel lässt nicht so schnell locker.»

Lewis Hamilton hat viel über die Unterschiede gesprochen, einen WM-Kampf gegen den eigenen Stallgefährten zu führen oder gegen ein anderes Team. Villeneuve erlebte beides – 1996 gegen Damon Hill bei Williams (Jacques verlor), 1997 gegen Michael Schumacher und Ferrari (Jacques gewann).

Villeneuve weiter: «Ein externer Gegner ist immer besser. Denn dann fällt die ganze interne Politik weg. Sonst ist es immer ein wenig verkrampft, wenn du Interna mit deinem WM-Rivalen teilen musst. Ich finde es aufregender, gegen einen Fahrer aus einem anderen Rennstall zu kämpfen.»

Fazit der Saison 2017 für den elffachen GP-Sieger: «Es ist immer gut, wenn Ferrari da vorne mitmischt. Und ein zünftiger WM-Kampf reisst die Menschen stets mit. Es ist auch deshalb ein gutes Jahr, weil wir wieder schnellere Autos erleben.»

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