Lewis Hamilton (Mercedes): Vertrag ab 2019 sicher

Von Mathias Brunner
Formel 1
Lewis Hamilton am Klavier

Lewis Hamilton am Klavier

​Bei «Che tempo che fa» von RAI 1 beweist Weltmeister Lewis Hamilton Talent am Klavier. Er plaudert über ein Essen mit Königin Elisabeth II und bestätigt: «Ein neuer Mercedes-Vertrag kommt ganz sicher.»

Der vierfache Formel-1-Weltmeister war am vergangenen Wochenende Gast von Fabio Fazio in der beliebten Fernsehsendung «Che tempo che fa» der RAI. Dabei zeigte der Mercedes-Rennfahrer im italienischen Fernsehen, dass er nicht nur mit dem Lenkrad behende umgehen kann, sondern auch mit den Klaviertasten – er spielte «Someone like you» von Adele. Zuvor warnte er die Zuschauer: «Ich bin Autodidakt, ich spiele nach Gehör.»

Es ist nicht das erste Mal, dass wir den Weltmeister von 2008, 2014, 2015 und 2017 am Klavier erlebt haben: Hamilton hat regelmässig Bilder gepostet, die ihn bei seiner zweiten Liebe zeigen, der Musik.

Im Gespräch mit Fabio Fazio sagte Hamilton über ...

... einen neuen Vertrag mit Mercedes:
«Derzeit haben wir ein Abkommen, das Ende 2018 ausläuft. Wir reden über die Zukunft. Mercedes hat mich unter die Fittiche genommen, als ich 13 Jahre alt war. Ich kann mir schwerlich vorstellen, woanders zu fahren. Wir werden ganz sicher einen neuen Vertrag machen.»

... den vierten Titel:
«Einfach unfassbar, wie das alles verlaufen ist, vor allem diese Saison. Das Team hat fabelhafte Arbeit geleistet. Kaum zu glauben, was wir zusammen erreicht haben, dass ich schon zehn Jahre lang Formel 1 fahre und zwanzig Jahre lang für Mercedes.»

... seine Idole:
«Als ich ein kleiner Junge war, wollte ich Superman sein. Oder Ayrton Senna. Ich träumte davon, wie der Brasilianer Rennen zu gewinnen und Weltmeister zu werden. Die ersten Rennen von Ayrton guckte ich mit fünf, zusammen mit meinem Vater. Ayrton war immer mein Favorit – ich hatte Bücher über ihn, die ganzen Wänder meines Zimmers waren mit Senna-Poster vollgepflastert, kaum war ich von der Schule zuhause, schaute ich mir Videos seiner Rennen an.»

... Valentino Rossi:
«Ich finde ihn von allen Motorradrennfahrern den Besten. Wir sind befreundet. Ich fahre selber gerne Motorrad, an meinem Wohnort Monaco ist das einfach praktisch. Wenn ich auf der Maschine sitzt, fühle ich mich ein klein wenig wie Valentino.»

... das Formel-1-Fahren:
«Im Fernsehen sieht das immer alles so leicht aus. Aber das ist es nicht. Die Fliehkräfte beim Beschleunigen, in den Kurven und beim Bremsen sind mörderisch. Du musst wirklich wie ein Jockey sein. Ich darf nicht mehr als 68 Kilo wiegen. Gleichzeitig musst du auch stark genug sein. Für den Nacken trainiere ich mit einem Helm, der mit zehn Kilo Blei beschwert ist.»

... Familie:
«Ich darf mich wirklich glücklich schätzen, was meine Familie alles auf sich genommen hat, um meine Karriere zu ermöglichen. Wir hatten nicht viel. Dad musste vier Jobs gleichzeitig machen, um meine Rennerei zu finanzieren, wir lebten in einer Einzimmerwohnung. Er hat Immobilien angepriesen, Getränkemaschinen gewartet, Computer repariert, für die Eisenbahn gearbeitet. Der Vertrag mit McLaren und Mercedes, als ich dreizehn war, war der entscheidende Schritt. Sonst wäre das alles irgendwann nicht mehr zu finanzieren gewesen.»

«Mein erster Go-Kart war aus fünfter Hand. Gemessen am Material meiner Gegner war das ein Witz. Von hinten durchs Feld zum Sieg zu fahren, das war mein Ziel. Das hat mir Stärke und Charakter gegeben. Mein Biss gründet in einem gewaltigen Erfolgshunger.»

... Mittagessen mit der Königin:
«Das war 2009. Ich weilte gerade in Brasilien, für das letzte Rennen der Saison, da erhielt ich einen Anruf – die Königin lädt zum Essen ein. Zuerst glaubte ich an einen Scherz. Sie ist die sympathischste Oma, die man sich nur vorstellen kann. Sie hat nicht viel gegessen, aber viel geredet. Wir unterhielten uns über Hunde, übers Essen, Musik und was ich an den Wochenenden so mache. Es war ein phantastisches Gespräch. Wir haben darüber geredet, was für Filme wir schauen. Sie schaut auch Autorennen, ihr Ehemann ebenfalls. Dieses Essen war eines der grossartigsten Erlebnisse, eine grosse Ehre.»

... seine Hautfarbe:
«Als Dad und ich anfingen, waren wir die einzigen Nicht-Weissen. Nun finden wir auf den Kartpisten Asiaten, Latinos, Fahrer aller möglichen Hautfarben, welche die Liebe zum Sport verbindet. Ich würde mir gerne vorstellen, dass ich einen kleinen Beitrag dazu geleistet habe.»

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