Valtteri Bottas: «Echter Vorgeschmack auf Melbourne»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas absolvierte am vorletzten Barcelona-Testtag eine Rennsimulation und zeigte sich hinterher sehr zufrieden damit. «Heute war so ein Tag, an dem man als Fahrer am meisten lernt.»

Das Mercedes-Team sorgte am vorletzten Testtag auf dem Barcelona-Rundkurs für hochgezogene Augenbrauen bei der Konkurrenz. Denn kurz vor der Mittagspause spulte Valtteri Bottas eine Rennsimulation in drei Stints ab. Der Finne war dabei immer auf den mittelharten Reifen unterwegs und hatte zur Halbzeit mit 97 Runden die meisten Umläufe abgespult.

Nach seinem zweiten Reifenwechsel fuhr Bottas im Schnitt 1:19,9er-Zeiten. Damit war er deutlich schneller als seine Gegner unterwegs. Zum Vergleich: Sebastian Vettel schaffte am Nachmittag auf einer drei Grad wärmeren Piste einen Durchschnitt von 1,21:08 min, Verstappen kam auf seinem letzten Stint, den er fast zeitgleich mit dem Ferrari-Star absolvierte, sogar nur auf 1:21,2 min.

Natürlich sind die Zahlen bei den Testfahrten immer mit Vorsicht zu geniessen, dennoch zeigten die zufriedenen Gesichter in der Box der Sternmarke, dass man mit dem Renntempo zufrieden war. Auch Bottas war gut gelaunt, als er zusammenfasste: «Heute war so ein Tag, an dem man als Fahrer am meisten lernt. Ich bin zum ersten Mal in diesem Jahr eine richtige Rennsimulation mit einer ordentlichen Renndistanz gefahren.»

Und der dreifache GP-Sieger schilderte: «Du gehst mit der Einstellung heran, dass es ein Rennen ist, und versuchst, alles aus dem Auto sowie den Reifen herauszuholen. Auf einer echten Renndistanz hast du Zeit, um etwas zu lernen und verschiedene Optionen bei der Linienwahl auszuprobieren.»

Bottas freute sich: «Alles deutet darauf hin, dass wir im Renntrimm ziemlich konkurrenzfähig sind, alles fühlte sich richtig an. Der mittelharte Reifen funktioniert auf dieser Strecke und bei diesen Bedingungen ganz gut. Sowohl das Team als auch ich verstehen die neuen Reifen mit jedem Tag mehr.»

«Aber wir müssen bedenken, dass es in Australien ganz anders sein wird», relativierte der Rennfahrer mit der Startnummer 77, der dann doch noch erklärte: «Insgesamt war es ein sehr positiver Tag und ein echter Vorgeschmack auf Melbourne.»

Bottas’ Stallgefährte Lewis Hamilton pflichtete ihm bei: «Ich habe das Gefühl, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Unsere Testwoche war sehr produktiv. Wir haben alles Nötige abgespult, die Zuverlässigkeit war fantastisch und das Auto fühlt sich grossartig an.»

Und der viermalige Weltmeister verriet: «Wir haben nicht an der Balance gearbeitet, aber mit Blick auf die Schwierigkeiten, die wir vergangenen Jahr hatten, scheinen viele von ihnen verschwunden zu sein. Wenn wir etwas am Auto verändern, stimmt die Wechselwirkung. Bislang war es in diesem Jahr also ein sauberer Übergang.»

Barcelona-Test, Tag 7 (Donnerstag)

1. Sebastian Vettel (D), Ferrari SF71H, 1:17,182 (187) Hyperweich
2. Kevin Magnussen (DK) Haas VF-18-Ferrari, 1:18,360 (152) Superweich
3. Pierre Gasly (F), Toro Rosso STR13-Honda, 1:18,363 (169) Hyperweich
4. Nico Hülkenberg (D), Renault R.S.18, 1:18,675 (79) Hyperweich
5. Carlos Sainz (E), Renault R.S.18, 1:18,725 (69) Hyperweich
6. Stoffel Vandoorne (B), McLaren MCL33-Renault, 1:18,855 (150) Hyperweich
7. Marcus Ericsson (S), Sauber C37-Ferrari, 1:19,244 (148) Hyperweich
8. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W09 EQ Power+, 1:19,296 (84) Mittelhart
9. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W09 EQ Power+, 1:19,532 (97) Mittelhart
8. Robert Kubica (PL), Williams FW41-Mercedes, 1:19,629 (73) Superweich
9. Sergio Pérez (MEX), Force India VJM11-Mercedes, 1:19,634 (158) Hyperweich
10. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer, 1:19,842 (187) Weich
13. Lance Stroll (CDN), Williams FW41-Mercedes, 1:20,262 (66), Ultraweich

Barcelona-Test, Tag 6 (Mittwoch)

1. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer, 1:18,047 (165) Hyperweich
2. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W09 EQ Power+, 1:18,400 (90) ultraweich
3. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W09 EQ Power+, 1:18,560 (85) ultraweich
4. Sebastian Vettel (D), Ferrari SF71H, 1:19,541 (66) Weich
5. Brendon Hartley (NZ), Toro Rosso STR13-Honda, 1:19,823 (119) Hyperweich
6. Fernando Alonso (E), McLaren MCL33-Renault, 1:19,856 (57) Hyperweich
7. Carlos Sainz (E), Renault R.S.18, 1:20,042 (88) Mittelhart
8. Romain Grosjean (F), Haas VF-18-Ferrari, 1:20,237 (78) Weich
9. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari SF71H, 1:20,242 (49) Superweich
10. Lance Stroll (CDN), Williams FW41-Mercedes, 1:20,349 (63) Weich
11. Nico Hülkenberg (D), Renault R.S.18, 1:20,758 (102) Superweich
12. Esteban Ocon (F), Force India VJM11-Mercedes, 1:20,805 (130) Weich
13. Charles Leclerc (MC), Sauber C37-Ferrari, 1:20,918 (160) Superweich
14. Sergey Sirotkin (RUS), Williams FW41-Mercedes, 1:22,350 (80) Weich

Barcelona-Test, Tag 5 (Dienstag)

1. Sebastian Vettel (D), Ferrari SF71H, 1:20,396 (170) Mittelhart
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W09 EQ Power+, 1:20,596 (86) Weich
3. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer, 1:20,649 (129) Mittelhart
4. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W09 EQ Power+, 1:20,808 (90) Weich
5. Pierre Gasly (F), Toro Rosso STR13-Honda, 1:20,973 (54) Weich
6. Kevin Magnussen (DK), Haas VF-18-Ferrari, 1:21,298 (95) Weich
7. Nico Hülkenberg (D), Renault R.S.18, 1:21,432 (48) Mittelhart
8. Carlos Sainz (E), Renault R.S.18, 1:21,455 (91) Weich
9. Sergey Sirotkin (RUS), Williams FW41-Mercedes, 1:21,588 (42) Weich
10. Sergio Pérez (MEX), Force India VJM11-Mercedes, 1:21,643 (93) Weich
11. Marcus Ericsson (S), Sauber C37-Ferrari, 1:21,706 (120) Superweich
12. Stoffel Vandoorne (B), McLaren MCL33-Renault, 1:21,946 (38) Superweich
13. Lance Stroll (CDN), Williams FW41-Mercedes, 1:22,937 (85) Hyperweich

Barcelona-Test, kombinierte Zeitenliste (1. Woche)

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W09 EQ Power+, 1:19,333 (Do) Mittelhart
2. Sebastian Vettel (D), Ferrari SF71H, 1:19,673 (Di) Weich
3. Stoffel Vandoorne (B), McLaren MCL33-Renault, 1:19,854 (Do) Hyperweich
4. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W09 EQ Power+, 1:19,976 (Di) Mittelhart
5. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer, 1:20,179 (Mo) Mittelhart
6. Kevin Magnussen (DK), Haas VF-18-Ferrari, 1:20,317 (Do) Superweich
7. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer, 1:20,326 (Di) Mittelhart
8. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari SF71H, 1:20,506 (Mo) Weich
9. Nico Hülkenberg (D), Renault R.S.18, 1:20,547 (Mo) Weich
10. Fernando Alonso (E), McLaren MCL33-Renault, 1:20,929 (Do) Superweich
11. Carlos Sainz (E), Renault R.S.18, 1:20,940 (Do) Mittelhart
12. Lance Stroll (CDN), Williams FW41-Mercedes, 1:21,142 (Do) Weich
13. Pierre Gasly (F), Toro Rosso STR13-Honda, 1:21,318 (Di) Weich
14. Robert Kubica (PL), Williams FW41-Mercedes, 1:21,495 (Di) Weich
15. Sergey Sirotkin (RUS), Williams FW41-Mercedes, 1:21,822 (Di) Weich
16. Esteban Ocon (F), Force India VJM11-Mercedes, 1:21,841 (Di) Weich
17. Sergio Pérez (MEX), Force India VJM11-Mercedes, 1:21,973 (Do) Weich
18, Brendon Hartley (NZ), Toro Rosso STR13-Honda, 1:22,371 (Mo) Weich
19. Romain Grosjean (F), Haas VF-18-Ferrari, 1:22,578 (Mo) Weich
20. Charles Leclerc (MC), Sauber C37-Ferrari, 1:22,721 (Di) Weich
21. Marcus Ericsson (S), Sauber C37-Ferrari, 1:23,408 (Mo) Weich
22. Nikita Mazepin (RU), Force India VJM11-Mercedes, 1:25,628 (Mo) Mittelhart

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