Barcelona: Räikkönen (Ferrari) 1., Alonso gedemütigt
Letzter Testtag auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya: Kimi Räikkönen hält im Ferrari die Bestzeit, Fernando Alonso muss zuschauen, Charles Leclerc (Alfa Romeo-Sauber) landete im Kies.
Welche Schreckens-Szenarien wir über die neue Formel 1 alle gehört hatten. Stattdessen haben wir in Australien einen unterhaltsamen Grand Prix erlebt. Wo stehen wir mit diesen neuen Rennwagen?
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Superstar Fernando Alonso hatte sich mit seinem McLaren eben auf die Pirelli-Socken zur ersten gezeiteten Runde gemacht, da rollte sein Papaya-Renner in Kurve 7 bereits aus. Die fette Ölspur sagte alles.
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Alonso kam zur Box zurück und soll am Funk nur drei Worte geknurrt haben: "Motor, fünf Runden." Um genau zu sein, war es der Turbolader. Gemäss Hochrechungen sieht sich McLaren vom Tempo her auf Augenhöhe mit McLaren. Ex-GP-Pilot Alex Wurz: "Kann ich mir nicht vorstellen, der Haas liegt viel besser auf der Strasse als der McLaren." Klingt irgendwie bekannt, aber im Heck des McLaren läuft nicht mehr der Honda-Motor, sondern eine Antriebseinheit von Renault. McLaren bestätigt, dass Alonso einen neuen Motor erhält. Wenn das so lange dauert wie beim letzten Mal, dann werden wir Fernando nicht vor 15.00 Uhr wieder auf der Bahn sehen. Ein anderes Sorgenkind: Charles Leclerc. Der Monegasse teilte gleich selber mit, warum sein Sauber abgeschleppt werden musste. "Ich war mit dem Tempo sehr zufrieden, leider habe ich zu viel gewollt, ich habe mich gedreht und nach einem Ritt durchs Kiesbett die Pistenbegrenzung berührt. Das war zu diesem Zeitpunkt des Tages ziemlich blöd. Ich hoffe, das wird mir eine Lehre sein." Die spanischen Pistenbetreiber mussten daraufhin zehn Minuten lang die Reifenstapel wieder instand setzen. Bei Renault geprüft und für gut befunden: die jüngste Ausführung des Frontflügels. Nick Chester, bei Renault Chef der Chassis-Abteilung: "Der neue Flügel hat auf der Piste gebracht, was wir uns davon im Windkanal versprochen hatten. Beide Fahrer fühlen sich damit wohl. Damit ist der Frontflügel für Australien abgenickt. Das ist nicht selbstverständlich. Frontflügel sind knifflige Teile. Es kommt durchaus vor, dass sich Erkenntnisse aus dem Windkanal auf der Testbahn nicht bestätigen. Es ist immer ein gutes Gefühl, wenn die Daten deckungsgleich sind wie jetzt." Dennoch Sorgenfalten bei den Gelben: Carlos Sainz konnte wegen Getriebeproblemen nur vier Installationsrunden zurücklegen. Die Franzosen arbeiten 2018 übrigens mit einem Kohlefasergehäuse beim Getriebe, nicht mehr mit einem Gehäuse aus Titan. Kimi Räikkönen hat auf der gleichen, hyperweichen Reifenmischung von Pirelli eine Zeit gefahren, die einen Hauch über der Bestmarke von Sebastian Vettel vom Donnerstag liegt. Vettel hatte danach gewarnt: "Lest nicht zu viel in unsere Position hinein." Übersetzung: Ferrari ist nicht Leader, das ist Mercedes-Benz. Um gen zu sein, wird sich Ferrari ziemlich warm anziehen müssen, um sich die Autos von Red Bull Racing vom Hals zu halten. Lewis Hamilton beschränkte sich auf Dauerläufe. Der vierfache Champion weiss genau, wie schnell sein Silberpfeil ist. Mercedes braucht keine Schauzeiten auf weichsten Reifen, um Selbstvertrauen zu tanken. Die Brust ist breit genug. Erneut bärenstark: Haas. Auf superweichen Reifen ist der Genfer Romain Grosjean 1:18,590 min gefahren. Wenn wir von den Erfahrungswerten zwischen den verschiedenen Pirelli-Mischungen ausgehen, liegt Haas nur sechs Zehntelsekunden hinter Ferrari. Das ist gut für Haas. Nicht so gut für Ferrari. Apropos Reifen: Welche Mischungen haben wir eigentlich bei den ersten Rennen? Pirelli hat Folgendes bestätigt: Australien Weich (gelb markiert), superweich (rot), ultraweich (violett) Bahrain Mittelhart (weiss), weich, superweich China Mittelhart, weich, ultraweich Azerbaidschan Weich, superweich, ultraweich Spanien Mittelhart, weich, superweich Kanada Superweich, ultraweich, hyperweich (pink) Die weichste Reifenmischung wird allerdings auch vor dem Montreal-GP schon in Monaco eingesetzt, selbst wenn Pirelli das noch nicht bestätigt hat. Aufmerksame Leser vermissen in der Zeitenliste Robert Kubica. Sollte der Pole nicht auch beim Testfinale einen halben Tag lang für Williams fahren? "Doch", sagt Teamchefin Claire Williams. "So war es eigentlich vorgesehen. Aber weil Lance Stroll wegen des Wetters und einiger Problemchen mit dem Wagen Zeit verloren hat, stellen wir um. Robert selber hat das angeregt und gestern vorgeschlagen. Auch Lance hatte nicht um mehr Zeit gebeten. Der Impuls kam von Robert." Wenn die Rennställe Mittagspause machen wollen, ist ihnen überlassen: Am letzten Testtag wird von 9.00 bis 18.00 Uhr durchgefahren. Derzeit herrschen Idealbedingungen – 19 Grad Lufttemperatur, der Asphalt hat sich auf 22 Grad aufgewärmt. Barcelona-Test, Tag 8 (Freitag), Stand 13.30 Uhr
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1. Sebastian Vettel (D), Ferrari SF71H, 1:17,182 (187) Hyperweich 2. Kevin Magnussen (DK) Haas VF-18-Ferrari, 1:18,360 (152) Superweich 3. Pierre Gasly (F), Toro Rosso STR13-Honda, 1:18,363 (169) Hyperweich 4. Nico Hülkenberg (D), Renault R.S.18, 1:18,675 (79) Hyperweich 5. Carlos Sainz (E), Renault R.S.18, 1:18,725 (69) Hyperweich 6. Stoffel Vandoorne (B), McLaren MCL33-Renault, 1:18,855 (150) Hyperweich 7. Marcus Ericsson (S), Sauber C37-Ferrari, 1:19,244 (148) Hyperweich 8. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W09 EQ Power+, 1:19,296 (84) Mittelhart 9. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W09 EQ Power+, 1:19,532 (97) Mittelhart 8. Robert Kubica (PL), Williams FW41-Mercedes, 1:19,629 (73) Superweich 9. Sergio Pérez (MEX), Force India VJM11-Mercedes, 1:19,634 (158) Hyperweich 10. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer, 1:19,842 (187) Weich 13. Lance Stroll (CDN), Williams FW41-Mercedes, 1:20,262 (66), Ultraweich
Barcelona-Test, Tag 6 (Mittwoch) 1. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer, 1:18,047 (165) Hyperweich 2. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W09 EQ Power+, 1:18,400 (90) ultraweich 3. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W09 EQ Power+, 1:18,560 (85) ultraweich 4. Sebastian Vettel (D), Ferrari SF71H, 1:19,541 (66) Weich 5. Brendon Hartley (NZ), Toro Rosso STR13-Honda, 1:19,823 (119) Hyperweich 6. Fernando Alonso (E), McLaren MCL33-Renault, 1:19,856 (57) Hyperweich 7. Carlos Sainz (E), Renault R.S.18, 1:20,042 (88) Mittelhart 8. Romain Grosjean (F), Haas VF-18-Ferrari, 1:20,237 (78) Weich 9. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari SF71H, 1:20,242 (49) Superweich 10. Lance Stroll (CDN), Williams FW41-Mercedes, 1:20,349 (63) Weich 11. Nico Hülkenberg (D), Renault R.S.18, 1:20,758 (102) Superweich 12. Esteban Ocon (F), Force India VJM11-Mercedes, 1:20,805 (130) Weich 13. Charles Leclerc (MC), Sauber C37-Ferrari, 1:20,918 (160) Superweich 14. Sergey Sirotkin (RUS), Williams FW41-Mercedes, 1:22,350 (80) Weich
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Barcelona-Test, Tag 5 (Dienstag) 1. Sebastian Vettel (D), Ferrari SF71H, 1:20,396 (170) Mittelhart 2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W09 EQ Power+, 1:20,596 (86) Weich 3. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer, 1:20,649 (129) Mittelhart 4. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W09 EQ Power+, 1:20,808 (90) Weich 5. Pierre Gasly (F), Toro Rosso STR13-Honda, 1:20,973 (54) Weich 6. Kevin Magnussen (DK), Haas VF-18-Ferrari, 1:21,298 (95) Weich 7. Nico Hülkenberg (D), Renault R.S.18, 1:21,432 (48) Mittelhart 8. Carlos Sainz (E), Renault R.S.18, 1:21,455 (91) Weich 9. Sergey Sirotkin (RUS), Williams FW41-Mercedes, 1:21,588 (42) Weich 10. Sergio Pérez (MEX), Force India VJM11-Mercedes, 1:21,643 (93) Weich 11. Marcus Ericsson (S), Sauber C37-Ferrari, 1:21,706 (120) Superweich 12. Stoffel Vandoorne (B), McLaren MCL33-Renault, 1:21,946 (38) Superweich 13. Lance Stroll (CDN), Williams FW41-Mercedes, 1:22,937 (85) Hyperweich Barcelona-Test, kombinierte Zeitenliste (1. Woche) 1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W09 EQ Power+, 1:19,333 (Do) Mittelhart 2. Sebastian Vettel (D), Ferrari SF71H, 1:19,673 (Di) Weich 3. Stoffel Vandoorne (B), McLaren MCL33-Renault, 1:19,854 (Do) Hyperweich 4. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W09 EQ Power+, 1:19,976 (Di) Mittelhart 5. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer, 1:20,179 (Mo) Mittelhart 6. Kevin Magnussen (DK), Haas VF-18-Ferrari, 1:20,317 (Do) Superweich 7. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer, 1:20,326 (Di) Mittelhart 8. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari SF71H, 1:20,506 (Mo) Weich 9. Nico Hülkenberg (D), Renault R.S.18, 1:20,547 (Mo) Weich 10. Fernando Alonso (E), McLaren MCL33-Renault, 1:20,929 (Do) Superweich 11. Carlos Sainz (E), Renault R.S.18, 1:20,940 (Do) Mittelhart 12. Lance Stroll (CDN), Williams FW41-Mercedes, 1:21,142 (Do) Weich 13. Pierre Gasly (F), Toro Rosso STR13-Honda, 1:21,318 (Di) Weich 14. Robert Kubica (PL), Williams FW41-Mercedes, 1:21,495 (Di) Weich 15. Sergey Sirotkin (RUS), Williams FW41-Mercedes, 1:21,822 (Di) Weich 16. Esteban Ocon (F), Force India VJM11-Mercedes, 1:21,841 (Di) Weich 17. Sergio Pérez (MEX), Force India VJM11-Mercedes, 1:21,973 (Do) Weich 18, Brendon Hartley (NZ), Toro Rosso STR13-Honda, 1:22,371 (Mo) Weich 19. Romain Grosjean (F), Haas VF-18-Ferrari, 1:22,578 (Mo) Weich 20. Charles Leclerc (MC), Sauber C37-Ferrari, 1:22,721 (Di) Weich 21. Marcus Ericsson (S), Sauber C37-Ferrari, 1:23,408 (Mo) Weich 22. Nikita Mazepin (RU), Force India VJM11-Mercedes, 1:25,628 (Mo) Mittelhart
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