Ärgernis Halo im Fernsehen: Lösung erst 2019 möglich

Von Adam Cooper
Formel 1

Viele Formel-1-Fans ärgern sich über die Fernsehbilder aus Melbourne: Einige Bordkamera-Perspektiven werden vom Kopfschutz Halo verdorben. Eine Lösung auf die Schnelle gibt es gemäss Reglement nicht.

Die Formel-1-Macher sind der Überzeugung, den professionellsten Sport der Welt in die guten Stuben zu bringen. Wer am Freitag jedoch den Fernseher einschaltete, um Bilder aus Melbourne zu geniessen, der ist sich da nicht mehr so sicher – einige Perspektiven aus den Objektiven der Bordkameras werden vom Kopfschutz Halo empfindlich gestört. Ein Grossteil der Bahn wird vom klobigen Titanbügel verdeckt. Pardon, aber ist es niemandem in den Sinn gekommen, das vielleicht vorher mal zu prüfen?

Es kommt noch schlimmer: Denn eine Lösung auf die Schnelle wird es nicht geben – weil sich die Formel 1 mit ihrem Reglement selber im Weg steht. Wieder einmal.

Im Regelwerk sind die Positionen der Kameragehäuse exakt definiert. Jedes Auto ist mit vier solcher Gehäuse ausgerüstet (auf unserer Skizze in Gelb zu sehen) – seitlich an der Fahrzeugnase, ein wenig vor der Vorderachse, bei den Rückspiegeln, am oberen Ende des Lufteinlasses sowie seitlich der Motorverkleidung.

Es ist vorgeschrieben, dass alle Autos eine Kamera in der obersten Kameraposition (oberhalb des Lufteinlasses) mit sich führen. Die anderen drei Positionen variieren von Rennwagen zu Rennwagen und GP-Wochenende zu GP-Wochenende.

Die Fernsehbilder aus dem Albert-Park von Melbourne haben viele Fans schockiert. Die oberste Perspektive ist noch halbwegs erträglich. Die Sicht aus den Kameras seitlich an der Airbox, gewissermassen über die Schulter des Fahrers, ist ein schlechter Witz – hier sehen die Fans vor allem den umstrittenen Kopfschutz Halo.

Force-India-Geschäftsleiter Otmar Szafnauer spottet: «Die Hälfte des Bildes ist schwarz. Aber wir stehen noch ganz am Anfang. Ich bin sicher, wir finden da eine intelligentere Lösung.»

Das ist zu bezweifeln. Denn während das Problem erkannt ist, sieht es mit Lösungen nicht gut aus. Wenn wir im Reglement blättern, merken wir schnell – die Position der Kameras lässt sich nicht mir nichts, dir nichts ändern.

Es heisst dort: «Änderungen der Kamera- oder Transponder-Positionen müssen den Wettbewerbern vor dem 30. Juni der vorausgehenden Saison bekanntgegeben werden.»

Die lange Vorlaufzeit gibt den Rennställen die Möglichkeit, mit den aerodynamischen Einflüssen der Kamerapositionen zu arbeiten. Diese Regel heisst auch: Die Position der Gehäuse kann erst zur Saison 2019 hin geändert werden.

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