Nico Rosberg: «Kein Top-Team will Fernando Alonso»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1

Geht es nach Nico Rosberg, so sind die erfolgreichen Formel-1-Tage von McLaren-Star Fernando Alonso bereits gezählt. Der Deutsche erklärt, warum kein Top-Team den zweifachen Champion haben will.

Für Fernando Alonso endete der Kanada-GP mit einer Enttäuschung: Ein Auspuff-Problem zwang den stolzen Asturier vorzeitig an die Box, wo er seinen orangenen McLaren-Renner abstellen musste. «Jetzt konzentriere ich mich auf Le Mans», erklärte er nach seinem 300. GP-Wochenende trotzig. Denn das ehrgeizige Formel-1-Urgestein, das seit mehr als fünf Jahren auf seinen 33. Sieg in der Königskasse wartet, hat sich dem Ziel verschrieben, die Triple Crown des Motorsports zu holen.

Das heisst, dass Alonso neben seinen Siegen in Monaco auch das berühmte Indy 500 und den 24h-Klassiker von Le Mans gewinnen muss. Im vergangenen Jahr versuchte er sich erstmals in der berühmten Oval-Hatz, doch ein Problem mit dem Motor verhinderte ein Top-10-Resultat. In diesem Jahr tritt er erstmals im berühmtesten Langstreckenrennen der Welt an. Zusammen mit seinen Toyota-Teamkollegen Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima reist er als WEC-Tabellenleader an die Sarthe, denn das Trio konnte die 6h von Spa, die den WM-Auftakt markierten, für sich entscheiden.

In der Formel 1 läuft es hingegen nicht nach Wunsch, deshalb kursierten im Fahrerlager von Montreal wieder einmal Gerüchte über einen möglichen Wechsel des Spaniers in die IndyCar-Serie, in der McLaren schon im nächsten Jahr mitmischen will. Auch die vielen spitzen Bemerkungen, die sich der GP-Star zuletzt über die Königsklasse erlaubt hat, tragen zu den vielen Spekulationen um das nahende Ende von Alonsos Formel-1-Karriere bei.

Die anhaltende Erfolglosigkeit sorgt für viel Frust beim 32-fachen GP-Sieger, der 2005 und 2006 die Titelkrone erobern konnte. Das ist nachvollziehbar, findet Nico Rosberg. Der Weltmeister von 2016, der als TV-Experte in Montreal weilte, erklärte gegenüber Sky Italia, dass fast jeder im Fahrerlager dem McLaren-Zugpferd wieder mehr Erfolg wünsche.

Gleichzeitig hält der Deutsche aber auch fest: «Wir alle wollen ihn wieder Erfolge feiern sehen, aber kein Top-Team will ihn, weil er zu viele politische Spielchen spielt.» Deshalb fürchtet er auch um Alonsos Motivation: «Ich weiss nicht, wie er sich weiterhin antreibt, keine Ahnung! Er weiss, dass er einer der besten Fahrer der Welt ist, trotzdem kommt er im Qualifying nicht einmal über den 14. Platz hinaus. Das ist unglaublich.»

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