Red Bull: Renault oder Honda? Franzosen machen Druck

Von Adam Cooper
Formel 1
Renault-Teamchef Cyril Abiteboul mit Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner

Renault-Teamchef Cyril Abiteboul mit Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner

​Red Bull will zum Heimrennen in der Steiermark verkünden, wer für 2019/2020 Motorpartner wird. Renault-Teamchef Cyril Abiteboul macht Druck: Der Franzose versteht nicht, worauf Red Bull wartet.

Im Rahmen des Grossen Preises von Kanada auf der Powerstrecke Circuit Gilles Villeneuve in Montreal mehren sich Anzeichen, dass Red Bull Racing wie Toro Rosso zu Honda wechseln wird. Von Red-Bull-Seite gibt es dazu hartnäckiges Schweigen, Red-Bull-Rennchef Dr. Helmut Marko bestätigt lediglich: «Bei unserem Heim-GP in Spielberg wird es eine Bekanntgabe geben.»

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner in Montreal: «Wir schauen uns zuerst die ganzen Erkenntnisse aus den Rennen in Kanada und Frankreich an. Dann gelangen wir zu einer Entscheidung.»

Das kommt bei Renault-Teamchef Cyril Abiteboul gar nicht gut an. «Sie haben inzwischen alle Informationen, die sie brauchen. Ich sehe nicht, wieso die Entscheidung weiter hinausgezögert werden sollte. Gemäss Reglement lag die Frist beim 15. Mai, dann haben wir uns dazu entschlossen, ihnen ein wenig mehr Zeit zu schenken – immerhin arbeiten wir seit zwölf Jahren erfolgreich zusammen.»

«Aber zu einem gewissen Punkt verfällt unser Angebot. Es hiess, sie wollten bis Montreal warten, wenn unser Update kommt und auch die neue Motorspezifikation von Honda. Sie haben alle Informationen. Es gibt keinen Grund für einen weiteren Aufschub.»

«Wir können nicht länger warten. Wir müssen die Aufträge zum Bau der Motorteile für kommendes Jahr jetzt aufgleisen. Wir liegen im Zeitplan bereits hinten. So lange, wie sie glauben, können wir jedenfalls nicht warten.»

«Wir geben uns wirklich Mühe, aber die Bedingungen müssen auch für uns sinnvoll sein. Und das beginnt beim Timing. Ich will keinen exakten Tag nennen, sonst ruft ihr mich alle dann an. Aber es gibt ein Datum, und das ist ganz bestimmt nicht zum Zeitpunkt des Österreich-GP. In Österreich werden wir für Gespräche nicht mehr zur Verfügung stehen, dann können sie alleine mit Honda reden. Unsere Offerte muss in den kommenden Tagen angenommen werden. Sie wollten ein Angebot, wir haben es ihnen gegeben.»

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