Paddy Lowe: «Damon Hill war eine Sekunde schneller»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Williams-Technikchef Paddy Lowe

Williams-Technikchef Paddy Lowe

Williams-Technikchef Paddy Lowe freut sich auf den GP auf dem Circuit Paul Ricard und schwelgt in Erinnerungen. Sein Schützling Lance Stroll gesteht hingegen: «Ich kann nicht sagen, dass ich die Piste mag.»

Die achte Runde der diesjährigen Weltmeisterschaft markiert die Frankreich-Rückkehr der Formel 1 nach zehnjähriger Pause. Es ist das erste Mal seit 1990, dass der GP-Zirkus seine Zelte am Circuit Paul Ricard aufschlägt, auf dem seit 1971 WM-Läufe ausgetragen wurden. Das weckt bei manchem Fahrerlager-Urgestein Erinnerungen.

Auch Williams-Technikchef Paddy Lowe erzählt: «Frankreich hat eine reiche Motorsport-Tradition und deshalb wird die Formel-1-Rückkehr auch fantastisch. Wir kennen den Circuit Paul Ricard sehr gut von vielen langen Wintertests, die wir zwischen 1989 und 1992 dort absolviert haben. Es gibt viele Erinnerungen, die wir mit diesem Pflaster verbinden, und eine ganz spezielle ist für mich jene an den ersten Test mit der Traktionskontrolle am FW14B im Winter 1991.»

Der Brite erinnert sich: «Damon Hill sass am Steuer und dachte, dass ihn die Traktionskontrolle aufhalte, dabei war er eine Sekunde pro Runde schneller als zuvor unterwegs! Er weiss: «Die Strecke ist bekannt für ihre lange Mistral-Gerade, und ihrem langgezogenen Streckenlayout. Auch ist die Piste sehr flach, trotzdem bietet sie eine gute Herausforderung und wir freuen uns schon, dort eine gute Show für die französischen Fans abzuliefern.»

Sehr viel negativer fällt das Urteil seines Schützlings Lance Stroll zum Circuit Paul Ricard aus. «Ich kenne die Strecke aus meiner Formel-3-Zeit. Ich hatte dort eine gute Zeit und konnte auch ein Rennen gewinnen, trotzdem kann ich ehrlich gesagt nicht sagen, dass ich die Strecke mag. Überall gibt es riesige Auslaufzonen, und ich bin kein grosser Fan von solchen Kursen. Trotzdem wird es interessant zu sehen sein, wie sich die Strecke im Formel-1-Renner anfühlt.»

Formel-1-Rookie Sergey Sirotkin freut sich hingegen aufs achte Kräftemessen: «Ich kenne die Strecke ziemlich gut, denn ich habe dort im vergangenen Jahr tausende von Kilometern zurückgelegt. Allerdings wurden einige Änderungen vorgenommen, deshalb kann man nie wissen. Das Gute ist, dass die Piste für alle neu ist, ich bin deshalb gespannt, wie wir abschneiden werden.»

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