Honda-Motor von Brendon Hartley hin – Strafversetzung

Von Mathias Brunner
Brendon Hartley

Brendon Hartley

​Noch ist es vom Autoverband FIA nicht bestätigt, aber mit grosser Wahrscheinlichkeit wird der Neuseeländer Brendon Hartley den Frankreich-GP von ganz hinten starten müssen: Motorwechsel!

Der zweifache Sportwagen-Weltmeister Brendon Hartley musste im zweiten freien Training zum Frankreich-GP seinen Toro Rosso-Honda ausrollen lassen. Danach gab der Neuseeländer zu Protokoll, er fürchte sich vor einer Strafversetzung – wenn er einen neuen Honda-Motor brauche. Am Samstagmorgen wurde am Circuit Paul Ricard klar: Hartley erhält einen komplett neuen Motor, also mitsamt aller heute üblicher Komponenten, und damit wird er so viele Strafplätze erhalten, dass er am Ende des Feldes losbrausen muss.

Zur Erinnerung: Eine moderne Antriebs-Einheit der Formel 1 ist reglementarisch in sechs Elemente aufgeteilt:
– V6-Verbrennungsmotor
– Turbolader
– MGU-H («motor generator unit – heat»; also der Generator für jene Energie, die beim Turbolader gesammelt wird)
– MGU-K («motor generator unit – kinetic»; also der Generator für die kinetische Energie, die beim Bremsen gesammelt wird)
– Batterie-Paket
– Kontroll-Elektronik 

Erlaubt sind 2018: Drei Verbrennungsmotoren, drei MGU-H, drei Turbolader, zwei MGU-K, zwei Batterien und zwei Kontroll-Einheiten.

Sollte ein Fahrer mehr als diese Elemente brauchen, setzt es die üblichen Strafversetzungen, ein zweites neues Element führt automatisch zum Start am Schluss des Feldes.

Aber Hartley hatte vor dem Problem bereits den zweiten Verbrennungsmotor eingebaut, den dritten Lader, die dritte MGU-H, die zweite MGU-K, die zweite Batterie und die zweite Steuereinheit.

Honda bestätigt: Der schadhafte Motor ist zur Analyse ins Werk von Sakura (Japan) geschickt worden.

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