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Wirbel um höhere Strafe für Ferrari-Star Vettel

Das Formel-1-Rennen in Frankreich war für Valtteri Bottas und Sebastian Vettel früh gelaufen. Im Anschluss entbrannte eine Diskussion, ob die Strafe für den Ferrari-Star zu milde gewesen sei.

Formel 1

Im Artikel erwähnt


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Sebastian Vettel war Mercedes-Pilot Vallteri Bottas in der Startphase ins Heck gerauscht. Bottas schleppte sich mit geplatztem linken Hinterreifen an die Box zurück, bei Vettel war der Frontflügel in Mitleidenschaft gezogen worden. Immerhin: Beide schafften es nach den Reparaturen noch in die Punkte, während Vettel bis auf Rang 5 vorfahren konnte, wurde Bottas Siebter.

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Als Unfallverursacher bekam Vettel von den Regelhütern Garry Connelly, Yannick Dalmas, Enzo Spano und Jean-Marie Krempff eine 5-Sekunden-Zeitstrafe aufgebrummt.

Und an dieser Strafe schieden sich die Geister. Die Bestrafung fiel nach Ansicht von Niki Lauda zu mild aus, wie der Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzende gewohnt offen betonte. Vor laufender Kamera schimpfte der Österreicher: "Warum hat Vettel nur fünf Sekunden für diesen Riesenfehler kassiert? Das verstehe ich nicht, es ist zu wenig. Fünf Sekunden sind gar nichts. Denn das hat das Rennen von Beiden zerstört."

"Wir hätten auch die Plätze 1 und 2 holen können", ist Lauda überzeugt. "Deshalb hätte ich eine höhere Zeitstrafe erwartet. Klar, der Richtige hat gewonnen, doch es wäre noch besser gewesen, wenn Bottas auch vorne gewesen wäre."

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Sieger Lewis Hamilton sieht es ähnlich. "Du bereitest dich das ganze Wochenende vor und wirst in der ersten Kurve aus dem Rennen genommen. Und dann landet der andere auch noch vor dir. Es ist so, als ob du auf der Straße zu schnell fährst und die Polizei dich aufhält. Du hast das Gesetz gebrochen, aber dann lassen sie dich laufen. Das ist für eine Team-Meisterschaft ziemlich teuer. Wir haben viele wertvolle Punkte verloren. Ferrari sollte nicht mehr Punkte holen als wir", sagte er.

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Theoretisch wäre tatsächlich eine höhere Strafe möglich gewesen, wie FIA-Rennleier Charlie Whiting verriet. "Die Kommissare hatten vier Möglichkeiten: fünf Sekunden, zehn Sekunden, eine Durchfahrtstrafe oder zehn Sekunden Stop and Go. Sie haben sich für fünf Sekunden entschieden, in Übereinstimmung mit vergleichbaren Präzedenzfällen."

Doch was ist mit der Tatsache, dass Vettel am Ende vor Bottas ins Ziel kam? Whiting weiter: "Wenn man die Auswirkungen des Unfalls betrachtet, dann könnte man die Situation auch anders bewerten. Aber das ist nicht die Aufgabe der Kommissare."

Bei drei der vier Strafen hätte sich an den Platzierungen übrigens nichts geändert, sogar bei einer Durchfahrtsstrafe sehr wahrscheinlich nicht. Nur die Stop and Go-Strafe wäre schmerzhaft gewesen, denn in dem Fall wäre Vettel wohl Achter geworden.

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