Qualifikation Eisspeedway-WM: Zorn, Weber, Bauer, Niedermaier im Grand Prix
Franky Zorn überragte bei der einzigen Eisspeedway-WM-Qualifikation in Örnsköldsvik. Hans Weber feierte ein gelungenes Comeback und auch Max Niedermaier und Luca Bauer stehen in der Endrunde.
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Bei knackigen minus zwölf Grad Celsius sahen in Schweden auf hartem Eis 1045 Zuschauer das erwartete enge Qualirennen um acht Grand-Prix-Startplätze 2026. Bei nur einem Sturz brach sich der Weißenbacher Martin Posch den rechten kleinen Finger, verletzte sich am Fuß und war damit nach Heat 12 bereits ausgeschieden.
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Landsmann Franky Zorn präsentierte sich mit seinen 55 Jahren im dritten oder vierten Frühling und schloss das Rennen mit Maximum ab: «Es war aber harte Arbeit und ich bin sehr stolz darauf, dass es so gut funktioniert hat. Ich musste mir mein erstes Bike von dem Crash in Inzell letztes Jahr komplett neu aufbauen, es hat super funktioniert. Jetzt freue ich mich auf St. Johann nächsten Samstag und dann auf Inzell sowieso.» Platz 2 war die Überraschung des Tages: Der Älteste, Aki Ala-Riihimäki (59), war bis zum Zusammentreffen mit Zorn ungeschlagen, wurde dort Dritter und gewann dann noch seinen letzten Lauf, in dem auch Hans Weber dabei war. Anfangs auf dem guten Eis war A.A.R mit seinem Eigenbau-Chassis, im Chopper-Stil sitzend, überragend, obwohl er sein erstes Saisonrennen fuhr: «Ich habe immer noch große Probleme mit meinem linken Knie, das ich mir bei der EM 2025 in Sanok verletzt habe. Da kann ich nicht so viel fahren.» Aber in Ö’vik hielten das Knie und das Bike: «Ich habe einige Modifikationen vorgenommen, aber die verrate ich nicht.»
Starkes Comeback von Hans Weber Der Drittplatzierte durfte sich über das Comeback der noch jungen Saison freuen: «Eishans» Weber, der fast genau zwei Jahre kein Rennen mehr bestritten hat, holte elf Punkte aus seinen ersten vier Läufen und war damit bereits für den GP qualifiziert. Obwohl sein Eigenbau-Fahrwerk noch nicht zu 100 Prozent funktionierte: «Wir verlieren in der Gabel aktuell etwas Luft, wissen aber noch nicht wo. Das hat mich ein bisserl gehandicapt, im dritten Lauf sind wir dann wohl mit null bar gefahren. Das wird dann in der Fahrt von Runde zu Runde etwas unruhiger. In seinem letzten Lauf ging es für den Schlierseer gegen Ala-Riihimäki um Platz 2, aber er musste in der ersten Kurve, von dem von außen kommenden Ove Ledström bedrängt, durchs Innenfeld fahren, was Referee Steenthoft korrekterweise nicht ahndete. «Der Ove ist mir dann noch vorbeigefahren, ich wollte noch Riihimäki angreifen, aber habe ihn dann fahren lassen. Es hat für mich wunderbar gepasst, ob ich Dritter, Siebter oder Achter werde, wir haben die Quali geschafft und sind in Inzell dabei.»
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So stark habe ich Jäger noch nie fahren sehen.Weltmeister Martin Haarahiltunen
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Neben dem Auftritt von Ala-Riihimäki war Platz 4 des Schweden Filip Jäger mit 12 Punkten die große Überraschung. «So stark habe ich Jäger noch nie fahren sehen», bemerkte auch Weltmeister Martin Haarahiltunen, der unter den Zuschauern weilte.
Luca Bauer und Max Niedermaier hatten zu ringen Für die Bayern Luca Bauer und Max Niedermaier war es ein zähes Ringen: Beide beendeten das Rennen mit acht Punkten und landeten einen Punkt vor dem ausgeschiedenen Sebastian Reitsma auf den Plätzen 7 und 8. Bauer: «Ich bin leider mit dem Eis überhaupt nicht klargekommen, habe es immer wieder außen versucht, aber da ging nichts. Wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert, aber wichtig ist, dass wir weiterkommen und nicht auf eine Wildcard hoffen müssen.» Max Niedermaier (der Ältere): «Ich war schon an den guten Fahrern immer dran, aber es hat nicht so hingehauen. Bei den Ligarennen hatte ich gefühlt jeden Start gewonnen. Das war jetzt nicht so. Vielleicht wollte ich zu viel. Im Kopf passt es noch nicht so ganz, aber es wird schon noch werden.» Max hat die nächste Chance bereits am Sonntag in Strömsund, wo er im schwedischen Supercup an den Start geht.
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Sein als «Minimax» betitelter Namensvetter scheiterte neben Posch als einziger Deutschsprachiger an der Qualifikation. Der Frauenneuhartinger startete großartig, indem er Bauer und Posch Punkte abluchste, doch am Ende standen nur vier Zähler – zu wenig in diesem Feld. Von den acht Ausgeschiedenen können zwei noch auf eine Dauer-Wildcard der FIM hoffen und sind dann in Inzell und Heerenveen auch dabei. Beste Chancen dürften Reitsma und Ledström haben, oder der verletzte Posch, da nur ein Österreicher im Feld steht. Resultate Eisspeedway-WM-Qualifikation Örnsköldsvik/S:Qualifiziert für den Grand Prix 2026: 1. Franz Zorn (A), 15 Punkte. 2. Aki Ala-Riihimäki (FIN), 13. 3. Hans Weber (D), 12. 4.Filip Jäger (S), 12. 5. Leon Kramer (S), 9. 6. Lukas Hutla (CZ), 9. 7. Max Niedermaier (D), 8. 8. Luca Bauer (D), 8. – Ausgeschieden: 9. Sebastian Reitsma (NL), 7. 10. Ove Ledström (S), 7. 11. Andrej Divis (CZ), 7. 12. Maximilian Niedermaier (D), 4. 13. Martin Posch (A), 3. 14. Isak Dekkerhus (S), 2. 15. Jo Saetre (N), 2. 16. Paul Cooper (GB), 1. 17. Jimmy Hörnell (S), 1. 18. Melvin Björklin (S), 0.
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