Daniel Ricciardo: Podest in Hockenheim kaum machbar

Von Mathias Brunner
Formel 1
Daniel Ricciardo und Max Verstappen in Hockenheim 2016

Daniel Ricciardo und Max Verstappen in Hockenheim 2016

​Daniel Ricciardo rechnet sich für den Grossen Preis von Deutschland geringe Chancen aus. Nicht etwa, weil er seinem Red Bull Racing-Chassis nichts zutrauen würde. Sondern weil er strafversetzt wird.

Als die Formel 1 bislang letztmals in Hockenheim antrat, machte Red Bull Racing fette Beute: Daniel Ricciardo Zweiter hinter Sieger Lewis Hamilton, Max Verstappen Dritter. Mit solch einem prachtvollen Ergebnis ist am 22. Juli 2018 nicht zu rechnen, denn der siebenfache GP-Sieger Ricciardo weiss: Er wird nicht um den Einbau eines weiteren Renault-Motors herumkommen. Daher überlegten der Australier und sein Red Bull Racing-Team, auf welcher Rennstrecke die damit verbundene Strafversetzung am wenigsten Auswirkungen hat. Die Antwort steht inzwischen fest: Hockenheim.

Der siebenfache GP-Sieger sagt: «Wir schätzen, dass unser Auto auf dem Hungaroring siegfähig sein wird, daher wäre es wenig sinnvoll, die Strafe dort anzutreten. In Hockenheim kannst du zudem überholen, also werden wir den neuen Motor wohl dort einbauen. Hockenheim ist eine Rennstrecke, die mir immer Spass gemacht hat. 2014 hatte ich auf dem Weg zum sechsten Platz ein Duell mit Fernando Alonso, an das ich mich gerne erinnere.»

«Die erste Kurve ist superschnell, und auch die Stadionpassage, die generell als eher langsam gilt, bietet diese knackige Linkskurve, in welcher du viel Mumm brauchst. Ich mag Hockenheim. Eine gute Strecke, um in Sachen WM wieder ein wenig in die Gänge zu kommen. Bei diesen drei Rennen in Folge ist es nicht so gut gelaufen, Vierter in Frankreich, ausgeschieden in Österreich, Fünfter in England, da hatte ich mir schon mehr ausgerechnet. Als zusätzliche Motivation gibt’s in Deutschland leckeres Bier und ein zünftiges Schnitzel.» Beim flüssigen Gold wird sich der Australier ein wenig zurückhalten, aber beim Fleisch gilt, was Daniel schon in Österreich meinte: «Zu einem guten Schnitzel sollte man nie nein sagen.»

Max Verstappen freut sich aus ganz anderen Gründen besonders auf den WM-Lauf in Deutschland. Wie Anfang Juli in Österreich und wie im August in Belgien ist mit sehr viel Unterstützung seiner niederländischen Fans zu rechnen. Verstappen: «Ich kehre mit schönen Erinnerungen nach Hockenheim zurück, weil Daniel und ich 2016 dort gemeinsam auf dem Podest standen. Hockenheim wird meiner Ansicht nach verkannt. Der umgebaute Kurs gilt als einfach, aber das stimmt nicht. Zu kannst besonders im letzten Pistenteil mit den Linien experimentieren. Ich finde es wichtig, dass Deutschland einen Grand Prix hat, wir haben dort so viele Fans.»

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