Daniel Ricciardo: «Ferrari-Fans sagen – komm zu uns!»

Von Mathias Brunner
Daniel Ricciardo: Die Startnummer ist das Mindestziel für Monza

Daniel Ricciardo: Die Startnummer ist das Mindestziel für Monza

​Die Wälder von Monza sind nicht das beste Jagdgebiet von Daniel Ricciardo: Der Australier ist beim Grand Prix von Italien noch nie auf dem Siegerpodest gestanden – und das wird auch 2018 kaum passieren.

Ein Blick in die Statistik des Grossen Preises von Italien zeigt: Das ist nicht die glückbringendste Strecke für Daniel Ricciardo. Der Red Bull Racing-Fahrer war 2011 beim Debüt mit HRT nicht klassiert, in den beiden Jahren in den Autos der Scuderia Toro Rosso folgten ein zwölfter Platz, dann mit Rang 7 die ersten WM-Zähler. Ab 2014 sass Daniel in einem Tiefflieger von Red Bull Racing und eroberte diese Ränge – Platz 5 2014, Achter 2015, wieder Fünfter 2016, dann Vierter 2014 (vom 16. Startplatz kommend!). Wenn sich dieser Aufwärtstrend fortsetzen sollte, müsste Ricciardo in Monza endlich mal auf dem Siegerpodest stehen, aber das grenzt am kommenden Wochenende ans Unmögliche.

Daniel sagt: «Die Strecke ist wunderschön, sauschnell, überwältigend. Ich habe dort einige meiner besten Überholmanöver hinbekommen und in dieser Woche werden wohl noch einige hinzukommen, denn ich werde wegen des Einbaus eines neuen Motors vermutlich von ganz hinten losfahren müssen. Das ist nicht ideal, aber Monza ist ohnehin eine Power-Strecke, auf der in der Regel nicht so stark sind.»

Red Bull Racing wird dafür mit einem Hauch von Heckflügel ausrücken. Punkte liegen für den den WM-Dritten von 2014 und 2016 alleweil drin, aber für den ersten Podestplatz muss bei Ricciardo alles stimmen und bei der Konkurrenz Einiges schieflaufen.

Der siebenfache GP-Sieger weiter: «Italien ist immer der Knaller. Ich bin gestern schon angereist, obschon ich keine Termine hatte. Aber ich wollte in Ruhe die beste Pizza der Welt geniessen. Da muss schon italienisches Blut in mir sein.»

Ist Monza für Ricciardo aufgrund seiner italienischen Wurzeln etwas Besonderes? Daniel verfällt sofort in Italien-Slang: «Eh … wase du wolle? Nein, ernsthaft: Es ist weniger wegen meiner Wurzeln, sondern eher deswegen, wie sich die Leute verhalten. Die Fans kommen zu mir und sagen: „Daniele, wann kommst du endlich zu Ferrari?“ Ich sagte dann: „Ääh, aber ihr wisst schon, dass ich eben bei Renault unterzeichnet habe?“ Das irritiert sie aber nicht im Mindesten. “Dann eben nach Renault“, sagen sie und zucken mit den Achseln. Die Italiener sind im positivsten Sinne des Wortes verrückt, man mus sie einfach lieben. Wenn die Fans das Sagen hätten, wäre es vielleicht anders gekommen.»

Im vergangenen Jahr fuhr Ricciardo von Startplatz 16 sensationell zum vierten Rang – was ist 2018 möglich, wenn er nach einem Motorwechsel von hinten starten muss? Daniel: «Ich brauche einen ungewöhnlichen Grand Prix. Aber ich träume noch immer davon, hier endlich mal auf dem Siegerpodest stehen zu dürfen.»

«Dabei spielt aber auch eine Rolle, was die C-Version von Renault wert ist. Da sind wir am Freitag schlauer, wenn wir den neuen Motor einen Tag lang im Auto hatten. Aber das Wetter könnte uns einen Strich durch die Rechnung machen, wenn es regnet. Wir werden am Freitagabend entscheiden, wie es weitergeht.»

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