Daniel Ricciardo 2019 im Renault: «Ich bereue nichts»

Von Mathias Brunner
Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo

​Red Bull Racing-Pilot Daniel Ricciardo weiss: Mit grösster Wahrscheinlichkeit hat er 2019 bei Renault kein Siegerauto. Aber der Australier beteuert: «Ich bereue meine Entscheidung keineswegs.»

Es gibt Menschen, die können nicht entscheiden. In der Regel warten sie so lange, bis für sie entschieden wird. Es gibt auch Menschen, die können zwar entscheiden, aber dann kommen die Zweifel: «Habe ich auch wirklich das Richtige getan?» Zu welcher Sorte gehört nun Daniel Ricciardo, der für 2019 bei Renault unterzeichnet hat?

Der Australier im Fahrerlager der Monza-Rennstrecke: «Ich bereue nichts. Mir war von Anfang an klar, dass Red Bull Racing stärker aufgestellt ist als Renault. Aber ich plane langfristig. Es fühlte sich gut an, bei den Gelben zu unterzeichnen. Ich weiss, worauf ich mich einlasse.»

Wie haben eigentlich die Jungs von Ricciardo auf die Nachricht reagiert, dass er weggeht? Der siebenfache GP-Sieger weiter: «Ich hatte erwartet, dass sich das alles in Belgien ein wenig merkwürdig anfühlen würde, aber so war es nicht. Ich war vor dem Rennwochenende von Spa-Francorchamps, also konnte ich dort schon mit einigen Leuten reden. Die Mechaniker verstehen mich. Sie wissen – das ist nichts Persönliches. Ich gehe ja nicht weg von Red Bull Racing, weil mich meine Wegbegleiter verärgert haben. Nein, die Leute haben sehr professionell, respektvoll und erwachsen reagiert.»

Mein Kollege Dieter Rencken neckte Ricciardo und meinte: «Ich glaube, Gelb wird dir nicht stehen.» Daniel grinste zurück: «Wenn du Erfolg hast, steht dir jede Farbe.»

Renault-Werksfahrer in der Formel 1

1977: Jean-Pierre Jabouille (F)
1978: Jabouille
1979: Jabouille und René Arnoux
1980: Jabouille und Arnoux
1981: Arnoux und Alain Prost (F)
1982: Arnoux und Prost
1983: Prost und Eddie Cheever (USA)
1984: Patrick Tambay (F), Derek Warwick (GB) und Philippe Streiff (F)
1985: Tambay, Warwick und François Hesnault (F)
2002: Jenson Button (GB) und Jarno Trulli (I)
2003: Trulli und Fernando Alonso (E)
2004: Trulli, Alonso und Jacques Villeneuve (CDN)
2005: Alonso und Giancarlo Fisichella (I)
2006: Alonso und Fisichella
2007: Fisichella und Heikki Kovalainen (FIN)
2008: Alonso und Nelson Piquet (BR)
2009: Alonso, Piquet und Romain Grosjean (F)
2016: Kevin Magnussen (DK) und Jolyon Palmer (GB)
2017: Palmer, Nico Hülkenberg (D) und Carlos Sainz (E)
2018: Hülkenberg und Sainz
2019: Hülkenberg und Daniel Ricciardo (AUS)

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