Bottas 2018 ohne Sieg: «Erstaunlich und enttäuschend»

Von Adam Cooper
Formel 1
Valtteri Bottas

Valtteri Bottas

​Valtteri Bottas liegt in der Formel-1-WM 2018 auf dem vierten Zwischenrang. Der Finne wurde fünf Mal Zweiter und wartet auf seinen ersten Saisonsieg. Er findet das «erstaunlich und enttäuschend».

Seit 2014 und dem Beginn der neuen Turbo-Ära gilt ein Silberpfeil als Siegesgarantie: Lewis Hamilton und Nico Rosberg gewannen scheinbar nach Belieben. 2018 erhält Mercedes-Benz mehr Gegenwind, Ferrari hat deutlich zugelegt. Trotzdem führt Lewis Hamilton in der Zwischwertung, mit 30 Punkten Vorsprung auf Sebastian Vettel. Der Engländer konnte sechs Mal gewinnen, zuletzt in Monza, der Deutsche kommt auf fünf Siege.

Ihre Stallgefährten Valtteri Bottas und Kimi Räikkönen eint nicht nur die finnische Staatsbürgerschaft, sondern auch die Tatsache, dass beide Nordländer in der Saison 2018 keinen Sieg herausgefahren haben. Bottas wurde fünf Mal Zweiter, Räikkönen drei Mal. Bottas stand bei 14 Rennen sechs Mal auf dem Podest, Kimi sogar neun Mal.

Bottas sagt: «Es ist erstaunlich und enttäuschend, dass ich in diesem Jahr noch keinen Sieg erringen konnte. Ein paar Mal war ich ganz nahe dran, vor allem im ersten Saisondrittel. Ich versuche, nicht allzu viel darüber zu grübeln. So lange meine Leistung stimmt, muss ich mir keine Sorgen machen.»

Dass der vierte Sieg (nach Russland, Österreich und Abu Dhabi 2017) ausgerechnet in Singapur zustandekommt, gilt als unwahrscheinlich – Mercedes hat dort in den letzten Jahren geschwächelt. Aber Bottas sagt: «Das verrückte Grand Prix vom vergangenen Jahr hat bewiesen, dass nichts unmöglich ist.» Da waren die favorisierten Ferrari und der Red Bull Racing-Renner von Max Verstappen gleich nach dem Start aus dem Rennen.

Bottas: «Ferrari ist überall stark. Und ich glaube, die Autos von Red Bull Racing werden sehr konkurrenzfähig sein. Der Unterschied zwischen Mercedes und Ferrari ist gering. Ferrari scheint mehr Leistung zu haben, sie sind auf den Geraden schneller. In den Kurven liegen wir auf Augenhöhe.»

«Vieles hängt jeweils davon ab, wer die Reifen besser zum Arbeiten bringt. In Belgien hatten wir ein Problem mit Blasenbildung auf den Reifen, in Italien ist das Ferrari passiert. Für die restlichen Rennen der Saison wird auch eine Rolle spielen, wie gut sich die jüngsten Verbesserungen der Rennwagen bewähren. Jede kleine Optimierung kann eine grosse Wirkung haben.»

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