Daniel Ricciardo zur Dominanz Red Bull: «Nicht naiv»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo

​Red Bull Racing fährt in Mexiko die Konkurrenz in Grund und Boden: mit Max Verstappen vor Daniel Ricciardo. Aber Daniel Ricciardo warnt: «Wir sind nicht naiv, Mercedes und Ferrari kommen.»

Der kraftvollste Eindruck des Trainingsfreitags im Autódromo Hermanos Rodríguez: Gegen die Autos von Red Bull Racing ist kein Kraut gewachsen. Nicht nur, dass Max Verstappen und Daniel Ricciardo in beiden freien Trainings die schnellsten Zeiten erzielt haben, der wahre Schock ist der Vorsprung der RBR-Boliden und die Tatsache – kein Auto geht mit den Reifen schonender um, kein Auto liegt besser auf der Strasse.

Aber Red Bull Racing-Star Daniel Ricciardo sagt: «Wir sind nicht naiv. Es wäre töricht zu glauben, dass Mercedes und Ferrari im Kampf um die Pole-Position bereits geschlagen sind. Wenn das so weitergeht, dann machen Max und ich die Pole unter uns aus. Aber ich bin mir ganz sicher, dass Ferrari und Mercedes am Samstag gewaltig zulegen werden. Ein Teil von mir hofft natürlich, dass dies nicht passieren wird. Das könnte ein herrlicher Kampf um die Pole zwischen sechs Fahrzeugen werden, das verspricht Spannung!»

Ricciardo ist im zweiten Training seinem Stallgefährten Verstappen wie ein Schatten gefolgt, um nur 153 Tausendstel geschlagen. Der siebenfache GP-Sieger meint: «Was den Speed auf eine schnelle Runde angeht, so bin ich recht zufrieden. Bei den Dauerläufen verliere ich erheblich Zeit auf Max. Da müssen wir zulegen. Das Auto fühlt sich in Sachen Balance noch nicht gut genug an. Ich werde im dritten freien Training fleissig an der Rennbalance arbeiten.»

Wieso geigt Red Bull Racing hier so auf? Daniel: «So wie es aussieht, führt die Meereshöhe dazu, dass die Motoren in Sachen Leistung ungefähr auf gleichem Niveau laufen. Es wird interessant sein zu sehen, was passiert, wenn die Anderen ihren Quali-Modus anwerfen.»

«Der Schlüssel zu einer guten Startposition wird sein, saubere Quali-Runden zu zeigen. Die Bahn ist so rutschig, da machst du sehr leicht einen Fehler. Der hyperweiche Reifen körnt irre. Aber im Grunde schmeckt mir das ganz gut: Die meisten Rennen in diesem Jahr waren Einstopper, vielleicht erleben wir am Sonntag etwas Anderes.»

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