Rennstrategie Brasilien: Ein Stopp, Gewitter kommen

Von Mathias Brunner
Formel 1
Esteban Ocon muss um fünf Ränge zurück

Esteban Ocon muss um fünf Ränge zurück

​Formel-1-Alleinausrüster Pirelli erklärt, welches die beste Rennstrategie für den Grossen Preis von Brasilien ist. Das könnte alles über den Haufen geworfen werden, denn Gewitter kommen.

Wetterkapriolen sind seit vielen Jahren fester Bestandteil des Grossen Preises von Brasilien in Interlagos. Die Meteorologen sagen: Pünktlich zum Rennbeginn (São Paulo 15.10 Uhr = unsere Zeit 18.10 Uhr) werden sich über dem Autódromo José Carlos Pace Gewitterwolken türmen. Ob und in welcher Intensität die sich dann entladen, das wissen auch die klügsten Wetterfrösche der Millionensstadt nicht.

Sollte es trocken bleiben, dann scheint eine Einstoppstrategie die schnellste zu sein. Dieser Überzeugung sich jedenfalls die Reifenspezialisten von Formel-1-Alleinausrüster Pirelli. Das Pikante dabei – die Spitzenpiloten gehen mit unterschiedlichen Mischungen ins Rennen. Die Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton und Valtteri Bottas haben ihre schnellste Zeit im zweiten Quali-Teil mit dem superweichen Pirelli erzielt (rot markiert), also müssen sie gemäss Reglement mit diesem Walzentyp ins Rennen gehen.

Ferrari hingegen hat im zweiten Quali-Teil auf den weichen Pirelli gesetzt (gelb markiert). Das gibt Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen die Möglichkeit, zu Beginn des Brasilien-GP länger auf der Bahn zu bleiben. Diese Reifen sollten zwischen 32 und 36 Runden halten, dann würde auf mittelharte Pirelli gewechselt (weiss markiert) und damit bis ins Ziel gefahren (Renndistanz: 71 Runden).

Wer auf superweich startet, wird im Fenster zwischen 25 und 30 frischen Gummi abholen müssen, auch hier ist der Wechsel auf mittelharte Reifen die schnellste Variante.

Ungeachtet der nahenden Gewitter wird es am Renntag wärmer sein als am Freitag und Samstag. Das kann zu erhöhtem Reifenverschleiss führen und zu einer Zweistopptaktik zwingen. Hier sagt Pirelli, der schnellste Weg sehe so aus – 20 Runden auf superweich, dann nochmals 20 Runden auf superweich, die restlichen 31 Runden auf weich.

Zwei Fahrer im Feld sind strafversetzt: Der Australier Daniel Ricciardo hatte die sechstschnellste Zeit erzielt. Weil jedoch bei seinem Renault-Motor ein Turbolader ersetzt werden musste, rückt der Red Bull Racing-Pilot um fünf Ränge zurück, wir finden ihn also auf Startplatz 11.

Force-India-Pilot Esteban Ocon hat im Abschlusstraining eine Zeit erhielt, die für Rang 13 reichte. Am Getriebe seines Autos wurden nach dem Mexiko-GP Risse entdeckt, also brauchte der Franzose ein neues. Das bedeutet ebenfalls fünf Ränge zurück und somit Startplatz 18.

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