Brawn zu Verstappen: Emotionen nicht unter Kontrolle

Von Andreas Reiners
Formel 1
Max Verstappen und Esteban Ocon

Max Verstappen und Esteban Ocon

Max Verstappen ging nach dem Brasilien-GP auf Esteban Ocon los. Dafür erhielt der Niederländer eine Strafe. Vom Formel-1-Sportchef Ross Brawn gab es noch auch noch einen Rüffel.

Wir lehnen uns nicht weit aus dem Fenster, wenn wir behaupten: Der Rüffel von Formel-1-Sportchef Ross Brawn wird Max Verstappen nicht groß interessieren. Schon alleine desahlb, weil der Niederländer nach dem Motto lebt: Ist passiert, kann man sowieso nicht mehr ändern.

Und nachdem Verstappen die Gründe für sein Geschubse gegen Esteban Ocon darlegte, ist die Reaktion durchaus nachvollziehbar, wenn sie es nicht vorher schon war. Denn eigentlich wollte der Red-Bull-Pilot seinen Force-India-Rivalen eigentlich gar nicht attackieren

Aber: «Er sagte dann sofort mit diesem Grinsen im Gesicht: ‚Ich war schneller als du.‘ Er hat sich auch nicht einmal entschuldigt. Er hat komplett anders reagiert. Und da reagierst du dann natürlich auch ganz anders. So oder so: Wir können das weiter ausdiskutieren, ändern wird es nichts mehr», sagte Verstappen bei Ziggo TV.
Brawn hat es trotzdem nicht gefallen, was er nach dem Rennen gesehen hat. «Das war kein schöner Anblick. Auch wenn man es nachvollziehen kann, ist das nicht zu dulden.»

Brawn weiter: «Verstappen hat zwar gezeigt, dass er enorme Fortschritte in seiner Karriere gemacht hat, dennoch ist er nach wie vor nicht in der Lage, seine Emotionen in solchen Situationen unter Kontrolle zu halten. Das ist ein essentieller nächster Schritt.»

Man dürfe allerdings auch nicht vergessen, dass Verstappen noch jung sei. Er könne Verstappens Frustration durchaus nachvollziehen, so der Brite, der das Rennen des 21-Jährigen in höchsten Tönen lobte: «Ich bin sicher, Max wird aus der ganzen Situation, inklusive seiner Bestrafung, lernen. Das wird zu seiner Entwicklung als Pilot, aber vor allem als Mensch, beitragen.»

Verstappen muss innerhalb der kommenden sechs Monate zwei Tage Strafarbeit für die FIA verrichten. Die Kommissare sagten: «Obschon wir Verständnis dafür haben, dass Verstappen aufgebracht war, kann das nicht das Verhalten eines Sportsmannes sein. Ein Formel-1-Fahrer hat eine Vorbildrolle, das hat Verstappen nicht respektiert.»

Auch Ocon bekam von Brawn sein Fett weg. Er habe die Aktion nicht ganz durchdacht, so der Sportchef. «Es gab keinen Grund dafür, Verstappen so anzugehen wie er es getan hat.» Ocon wollte sich zurückrunden, was auch erlaubt ist. Sich mit dem Führenden ein hartes Duell zu liefern, ist dann aber übertrieben. Deshalb bekam der Franzose auch die Zehn-Sekunden-Strafe aufgebrummt. «Die hat er verdient. Fahrer dürfen nicht vergessen, dass sie Vorbilder für die Fans und den Fahrernachwuchs sind, der in ihre Fußstapfen treten will.»

Brawn: «Es war eine Lektion für beide, die sie so schnell nicht vergessen werden. Es ist Teil ihrer Lernkurve.»


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