GP-Star Lewis Hamilton: Hilfe-Ruf an Valentino Rossi

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Formel-1-Champion Lewis Hamilton ist in Jerez mit einer Superbike-Yamaha um den andalusischen Kurs gewetzt und hat unfreiwillig den Sattel verlassen. Jetzt bittet der Mercedes-Star Valentino Rossi um Hilfe.

Formel-1-Champion Lewis Hamilton hat aus seiner Verehrung für die Zweirad-Stars nie ein Geheimis gemacht. Er träumt von einem Test mit einer MotoGP-Maschine – aber er hat auch tüchtig Angst davor. Im vergangenen Frühling meinte der Mercedes-Star in einer kleinen Runde in Bahrain: «Manchmal wünschte ich, wir hätten noch die Ära, wie sie John Surtees erlebte. Als er Motorrad- und Autorennen gleichzeitig fahren konnte. Wie cool das doch wäre!»

«Ich weiss, dass die MotoGP-Jungs einen Formel-1-Renner bewegen können.» (Was Valentino Rossi im Ferrari, Jorge Lorenzo im Silberpfeil sowie Marc Márquez im Toro Rosso bewiesen haben, M.B.) «Der Weg, um konkurrenzfähig Rennen zu fahren, wäre ein wenig steiniger. Aber wenn ich auf eine MotoGP-Maschine klettern würde, nur zum Test, dann bin ich ganz sicher, dass ich runterfallen und mich verletzen würde. Ich meine, diese Jungs purzeln ja schon runter, obschon sie ihr Handwerk beherrschen! Ich bin leider nicht bruchsicher. Aber ich schätze, so oft wie ein Márquez schon vom Motorrad gefallen ist, muss er das inzwischen sein!»

Der 73fache GP-Sieger, Markenbotschafter von MV Agusta, rückte unlängst mit seinen Kumpels Alex Lowes und Michael van der Mark in Jerez mit Superbike-WM-Maschinen auf, Lewis sass auf einer schwarzen Yamaha YZF-R1. Bei einem kurzen Ausrutscher wurde lediglich der Stolz ramponiert.

Dann meldete sich Lewis per Instagram zu Wort: «Ich bin mit einem tollen Gefühl aufgewacht und vermisse es jetzt schon, mit dem Superbike zu fahren. Ich habe zwei Räder immer mehr geliebt als vier. Seit ich ein Knirps gewesen bin, wollte ich eigentlich Motorradrennen fahren, aber ich bin meinem Vater sehr dankbar, dass er mich stattdessen in einen Kart gesteckt hat.»

«Mein Herz schlägt derzeit dafür, mit dem Motorrad auf die Rennstrecke zu gehen. Das hat meinen Respekt für die Zweirad-Asse weiter vertieft. Es ist etwas komplett Anderes als Formel-1-Fahren, und doch sind gewisse Dinge gleich – Timing, Geduld, Mut, Konzentration, Wendigkeit, Risikobereitschaft, all das macht den Sport so aufregend.»

«Ich würde nur zu gerne Motorradrennen bestreiten. Aber diese Jungs fahren auf einem anderen Niveau, also beschränke ich mich darauf, solche Maschinen zu fahren und ein wenig die eigenen Grenzen zu erkunden.»

Hamilton beendet seinen Post mit: «Valentino Rossi, ich muss so bald als möglich zu deiner Ranch kommen!»

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