Riskante Taktik von Mercedes: Plan von Toto Wolff

Von Mathias Brunner
Formel 1
Lewis Hamilton kommt zum Reifenwechsel herein

Lewis Hamilton kommt zum Reifenwechsel herein

​Gewagtes Manöver von Mercedes-Benz im Grand Prix von China: Um auf die Reifenwechsel von Verstappen und Vettel zu reagieren, wurden beide Silberpfeile gleichzeitig hereingeholt – ein Plan von Toto Wolff!

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat am Abend nach dem Grossen Preis von China erklärt, wieso die Weltmeister zu einem gefährlichen Manöver greifen musste: «Wir mussten das tun, weil sonst Valtteri unter grösseren Druck von Vettel geraten wäre. Wir dachten – mit seinem Stopp am Ende der 35. Runde kann Vettel unseren Bottas unterschneiden. Bei normalem Rennverlauf müssten wir Valtteri reinholen, um auf den Reifenwechsel von Vettel zu reagieren. Aber damit könnte wiederum Bottas unseren Hamilton unterschneiden. Und das fanden wir gegenüber Lewis nicht fair. Also holten wir beide gleichzeitig herein. Wir wussten, dass der Abstand zwischen Hamilton und Bottas ein solches Manöver erlaubt, und alles ist gut gegangen.»

Nun stellt sich heraus: Der Plan zum Doppelstopp kam von Toto Wolff! So sagt Andrew Shovlin, der leitende Reningenieur: «Es war Toto höchstpersönlich, der dies vorgeschlagen hat. Es entstand dann eine kurze Diskussion zwischen unserem Chefstrategen James Vowles und Sportdirektor Ron Meadows. Ron prüfte, ob der Abstand zwischen den Autos von Lewis und Valtteri gross genug ist, damit Bottas nur mässig Zeit verliert, und ob unsere Mannschaft schnell genug bereitstehen kann, um beiden Autos abzufertigen. Dazu mussten wir die Reifen für zwei Fahrzeuge in die Boxengasse tragen. Das letzte Wort hat jeweils James, und der sagte – wir machen’s!»

Andrew Shovlin weiter: «Das Knifflige mit Doppelstopps – so etwas übst du im Training kaum, weil du wichtigere Aufgaben hast. Vor und nach dem Training haben wir ein Boxenstopp-Auto, mit dem wir am GP-Wochenende fortlaufend üben. Wir können ebenfalls üben, die ganzen Reifen in aller Eile hinauszubringen, aber so richtig echt ist das alles eben nicht. Es ist auch nicht leicht für den Mann am hinteren Wagenheber, der den ersten Renner herunterlassen und dann ziemlich schnell aus dem Weg gehen muss. Die ganze Choreographie ist komplizierter, und es besteht die Gefahr, dass du bei den Reifen etwas verwechselst.»

«Wir versuchen in der Regel, Doppelstopps zu vermeiden. Denn wenn du am ersten Wagen ein Problem hast, dann betrifft das auch den zweiten. Mir nichts, dir nichts verlierst du da ein paar Plätze. Hin und wieder macht dieses Manöver jedoch Sinn, und beim Grand Prix in China war das der Fall.»

Der Stopp von Bottas war sogar schneller als jener von Hamilton. Obschon sich der Finne hinter dem Briten anstellen musste, war sein Zeitverlust letztlich nur eine halbe Sekunde.

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