Robert Kubica 1. in Kanada 2008: Rätsel um Flasche

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Der Pole Robert Kubica gewann 2008 für BMW-Sauber auf dem Circuit Gilles Villeneuve den Grossen Preis von Kanada. Um seine Flasche Champagner rankt sich bis heute ein kleines Rätsel.

In loser Reihenfolge gehen wir in Form von «SPEEDWEEKipedia» auf Fragen unserer Leser ein. Dieses Mal will Stephanie Zeller aus Zürich wissen: «2008 gewann Robert Kubica für BMW-Sauber in Montreal den Grossen Preis von Kanada. Es war sogar ein Doppelsieg für die Schweizer, denn Kubica triumphierte vor Nick Heidfeld. Auf Bildern von der Siegerzeremonie ist zu sehen, wie die beiden Fahrer des Schweizer Rennstalls Champagner versprühen. Was ich nicht verstehe: Wieso steht dann in Hinwil eine verkorkte Siegerflasche des Kanada-GP?»

Bis heute hält sich unter Sauber-Fans der moderne Mythos, Kubica habe bei aller Freude über seinen ersten Grand-Prix-Erfolg vergessen, die Flasche zu öffnen – aus diesem Grund steht bei Sauber in Hinwil (Zürcher Oberland) eine ungeöffnete Flasche. Aber so stimmt die Geschichte nicht.

Was richtig ist: Von den 27 Champagner-Flaschen für 27 Podest-Ränge von Sauber in der Formel 1 ist die Kanada-Pulle der Marke Mumm wirklich die einzige mit Korken. Aber diese Flasche hat die Zeremonie am Circuit Gilles Villeneuve nie aus der Nähe gesehen.

Als Kubica in Kanada vor Heidfeld gewann, befand sich der Rennstall in Besitz von BMW. Nach dem Sieg gingen zwischen München und Hinwil die Diskussionen los, wer Siegerflasche und Siegerpokal bekommen sollte. Die (leere) Flasche von Kubica ging nach München und steht im BMW-Museum. Die Formel-1-Führung gab bei Mumm eine Replika in Auftrag, die steht (verschlossen) in Hinwil.

Der Siegerpokal hingegen, den liessen sich die Schweizer nicht entgehen. Er steht bei Sauber.

In aller Wahrscheinlichkeit wird das heute Alfa Romeo Racing genannte Team am kommenden Wochenende nicht in die Nähe eines Podestplatzes kommen. Aber Teamchef Fred Vasseur sagt: «Das Layout der kanadischen Strecke sollte den Qualitäten unseres Autos entgegenkommen. Zudem kannst du auf der kanadischen Piste gut überholen, was zuletzt in Spanien und Monaco kaum möglich war und was verhinderte, dass wir trotz guten Speeds nicht weiter vorrücken konnten. Der Kampf im Mittelfeld ist heftig: Zwischen dem fünften und dem neunten Platz in der Markenwertung sind die Teams nur um fünf Punkte getrennt. Daher gilt mehr denn je – jeder Punkt zählt.»

Um genau zu sein, sieht es derzeit so aus:

1. Mercedes-Benz 257 Punkte
2. Ferrari 139
3. Red Bull Racing-Honda 110
4. McLaren 30
5. Racing Point 17
6. Haas 16
7. Toro Rosso 16
8. Renault 14
9. Alfa Romeo-Sauber 13
10. Williams 0

GP-Star Kimi Räikönen: «Dieser neunte Zwischenrang entspricht überhaupt nicht unserem Potenzial. Wenn wir es schaffen, alles aus dem Wagen zu holen, stehen wir sehr viel besser da.»

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