Kevin Magnussen (Haas): Entschuldigung nach Ausraster

Von Agnes Carlier
Im Kanada-GP sprach Kevin Magnussen am Boxenfunk Klartext und beschwerte sich wortreich über seinen GP-Renner, den er im Qualifying davor zerlegt hatte. Hinterher entschuldigte er sich bei seinem Haas-Team dafür.

Für Kevin Magnussen begann der siebte WM-Lauf der Saison in Montreal mit einem Start aus der Boxengasse. Dieser wurde nötig, weil der Haas-Pilot seinen Dienstwagen Tags zuvor im Qualifying zerlegt hatte. Sein Team leistete ganze Arbeit und schaffte es, das Auto pünktlich zum Rennstart wieder aufzubauen.

Im Rennen gehörte Magnussen zu den Schlusslichtern, am Ende kam er als Siebzehnter über die Ziellinie – nur das notorische Schlusslicht Robert Kubica im unterlegenen Williams-Auto war noch langsamer unterwegs. Noch vor der Zieldurchfahrt fiel Magnussen durch seine Klagen über seinen Renner auf. Der Däne schimpfte etwa über Boxenfunk: «Das ist die schlimmste Erfahrung, die ich je in irgendeinem Rennauto gemacht habe.»

Sein Renningenieur erinnerte ihn daraufhin daran, dass seine Mannschaft viel Zeit und Arbeit investiert habe, um das Auto nach dem Qualifying-Crash wieder aufzubauen, und schliesslich schaltete sich auch Teamchef Günther Steiner ein und wies seinen erzürnten Schützling zurecht: «Das ist auch für uns nicht schön, es reicht jetzt!»

Immerhin: Nach dem Rennen entschuldigte sich Magnussen kleinlaut bei seiner Truppe, wie der Teamchef verriet: «Er hat sich am Funk noch bei allen entschuldigt. Es war gut, dass er das gemacht hat. Alle sind frustriert, denn das Team arbeitet bis um drei Uhr in der Früh, und kriegt dafür den zweitletzten Platz. Das motiviert natürlich nicht und in dieser Situation kannst du auch keine Diskussionen darüber gebrauchen, wie schlimm es ist. Jeder weiss ganz genau, wie es aussieht.»

«Ich weiss nicht, ob er es erklärt hat, aber er wollte gar nicht kritisch sein, er hat nur zu beschreiben versucht, wie die Situation ist und es war natürlich schlecht, aber er wollte niemandem die Schuld dafür geben. Wenn du am anderen Ende des Boxenfunk sitzt, dann weisst du das natürlich nicht. Vielleicht hätte ich das verstehen können, aber die Jungs im Team können es nicht wissen, denn sie kennen nicht die ganze Geschichte. Er hat sich aber bei allen entschuldigt, wie es sich für einen Erwachsenen gehört. Damit hat es sich, wir blicken nach vorne, denn es gibt keinen Grund, sich weiter damit zu beschäftigen», fügte der Südtiroler an.

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