MotoGP: VR46 bleibt der Vision treu

Mercedes: Nichts da Sommerpause, voll durchgearbeitet

Von Mathias Brunner
Lewis Hamilton und Toto Wolff

Lewis Hamilton und Toto Wolff

​Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat grossen Respekt vor der Konkurrenz. Vor dem Belgien-GP sagt er: «Wir haben keinen Raum für Fehler.» Deshalb hat in der Sommerpause die Arbeit durchaus nicht geruht.

Toto Wolff hatte sich mit Sorgenfalten in die Sommerpause verabschiedet. Am Hungaroring blickte er so auf die beiden WM-Läufe in Spa-Francorchamps und Monza, beides sehr schnelle Rennstrecken. «Der Hungaroring hat nicht so gut zu Ferrari gepasst. Aber sie haben einen überaus kraftvollen Motor und ein windschlüpfiges Auto, also gehe ich davon aus, dass wir in Belgien und Italien ein ganz starkes Ferrari erleben werden. Wir haben zwei schwierige Aufgaben vor uns, und wenn wir in Belgien konkurrenzfähig sein wollen, dann müssen wir zulegen.»

Zur Erinnerung: Mercedes hat zehn von zwölf Rennen in diesem Jahr gewonnen, führt die WM überlegen an, Ferrari gleichzeitig ist ohne Saisonsieg. Die WM-Läufe auf den Traditionsstrecken Spa-Francorchamps und Monza in der neuen Turbohybrid-Ära nähren jetzt nicht unbedingt Hoffnungen der Tifosi, dass Ferrari alles in Grund und Boden fahren wird. Denn wir haben mal ein wenig in den Ergebnissen geblättert.

GP Belgien in Spa-Francorchamps

Mercedes
Alle 5 Pole-Positions seit 2014
(Nico Rosberg 2014 und 2016, Lewis Hamilton 2015, 2017, 2018)
3 Siege
(Hamilton 2015 und 2017, Rosberg 2016)

Ferrari
0 Pole-Positions
1 Sieg
(Sebastian Vettel 2018)

GP Italien in Monza

Mercedes
4 Pole-Positions
(Hamilton von 2014 bis 2017)
Alle 5 Siege
(Hamilton 2014, 2015, 2017 und 2018, Rosberg 2016)

Ferrari
1 Pole-Position
(Kimi Räikkönen 2018)
0 Siege

Wenige Tage vor dem ersten Training auf dem Ardennenkurs sagt Toto Wolff: «Nach sehr anstrengenden Wochen im Juli und Anfang August war die Sommerpause eine willkommene Abwechslung, aber jetzt sind wir alle heiss darauf, wieder Rennen zu fahren. Während der Grossteil unserer Kollegen in Brackley die Chance hatte, die Akkus für die zweite Saisonhälfte aufzuladen, übernahmen in den vergangenen Wochen andere Teammitglieder den Staffelstab. Unsere Teamkollegen in Brixworth haben während der Formel-1-Sommerpause durchgearbeitet, um die Performance und Zuverlässigkeit unserer Antriebseinheit zu verbessern. In Brackley haben wir die relativ ruhigen Tage unterdessen dazu genutzt, um etwas an unserer Fabrik zu arbeiten. Es ist ein gutes Gefühl, nach der Sommerpause mit dem Wissen zurückzukommen, dass ein Teil des Teams weiter alles gegeben hat und wir sind unseren Kollegen sehr dankbar dafür, dass sie den Ball im Spiel gehalten haben, während wir nicht im Büro waren.»
 
«Wir führen beide Weltmeisterschaften an, obwohl es sich nicht danach anfühlt. In den vergangenen Jahren haben wir einige Teams gesehen, die nach der Sommerpause starke Leistungen abgeliefert haben. Deshalb müssen wir weiter alles geben. In dieser Hinsicht gehen wir die zweite Hälfte wie den Beginn einer gänzlich neuen Saison an. Wir müssen erneut sicherstellen, dass wir keinen Raum für Fehler lassen und die Messlatte ständig höherlegen.»
 
«Wir freuen uns sehr auf die kommenden Monate mit historischen Rennen wie in Belgien und Italien, das Nachtrennen in Singapur und viele weitere fantastische Veranstaltungen. Als nächstes geht es nach Spa auf eine der legendärsten Strecken im Rennkalender. Dort ist es besonders schwierig, die richtige Abstimmung zu finden, da die Strecke eine fordernde Mischung aus langen Geraden, einer Reihe an verschiedenen Kurvengeschwindigkeiten und erheblichen Höhenunterschieden darstellt. Auch das Wetter bleibt in den Ardennen unberechenbar, was die Einsätze besonders interessant gestalten kann.»

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