Formel 1

Belgien-GP: Charles Leclerc erobert ersten GP-Sieg!

Von - 01.09.2019 16:33

Auf dem anspruchsvollen Circuit de Spa-Francorchamps hat Ferrari-Star Charles Leclerc seinen ersten GP-Sieg eingefahren. Der Monegasse kam vor Lewis Hamilton und Valtteri Bottas ins Ziel.

Die Startunfälle von Belgien sorgten gleich zu Beginn des 13. WM-Laufs auf dem Traditionskurs von Spa-Francorchamps bereits für viel Aufregung, aber auch an der Spitze wurde es schon auf den ersten Metern spannend. Denn beim Start schaffte es der von Startplatz 3 losgefahrene Lewis Hamilton kurzzeitig an den vor ihm gestarteten Sebastian Vettel vorbei.

Der Heppenheimer konnte aber umgehend kontern, sodass sich Charles Leclerc, Sebastian Vettel, Lewis Hamilton, Valtteri Bottas, Lando Norris, Romain Grosjean, Kevin Magnussen, Sergio Pérez, Pierre Gasly und Lance Stroll auf den ersten zehn Positionen hinter dem Safety-Car einreihten, das wegen der Startcrashs zum Einsatz kam.

In der fünften Rennrunde wurde das Rennen wieder freigegeben und Leclerc verteidigte seine Führung vor seinem Teamkollegen, der sich in La Source verbremste, aber vorne bleiben konnte. Leclerc einte an der Spitze weg, während sich Hamilton auf der Kemmel-Geraden gegen seinen Teamkollegen Bottas verteidigen musste – was dem fünffachen Champion auch gelang.

Leclerc kürzte kurz darauf in der Les Combes ab, war aber auf jener Rennrunde genug langsam, um dafür nicht bestraft zu werden. Ärgern durfte sich der Monegasse trotzdem, denn nach der ersten Boxenstopp-Runde der Spitzenreiter fand sich der 21-Jährige hinter seinem Teamkollegen wieder, der vor ihm mit frischen Medium-Reifen ausgestattet worden war.

Das Mercedes-Duo liess sich etwas mehr Zeit, weshalb Hamilton das Feld zur Halbzeit anführte. Doch kaum hatten der vierfache Weltmeister und sein Stallgefährte frische Reifen geholt, lautete die Rangordnung der Top-10: Vettel, Leclerc, Hamilton, Bottas, Lando Norris, Antonio Giovinazzi, Daniel Ricciardo, Sergio Pérez, Romain Grosjean und Pierre Gasly. Letzterer wurde von der Rennleitung verwarnt, weil er in der Bremszone die Spur gewechselt hatte. «Das sollte man tunlichst unterlassen», kommentierte Ex-GP-Pilot und Sky Sports F1-Experte Martin Brundle.

Platztausch bei Ferrari

In der 27. Runde durfte Leclerc auf Anweisung seines Teams an seinem Teamkollegen vorbeiziehen und damit wieder die Führung übernehmen. Vettel beklagte sich kurz darauf, dass seine Reifen wohl nicht bis zum Ende des Rennens durchhalten würden, nachdem ihm sein Renningenieur Riccardo Adami mitgeteilt hatte, dass der Fight gegen den hinter ihm heranstürmenden Hamilton bis zum Fallen der Zielflagge dauern würde.

Im 32. Umlauf war es dann soweit, Hamilton schaffte es in Les Combes schliesslich auf der Aussenseite am Ferrari des Deutschen vorbei auf die zweite Position hinter Leader Leclerc. Zwei Runden später holte sich Vettel, der nun auch unter Druck von Bottas geraten war, frische weiche Reifen, um sich für die letzten zehn Runden zu rüsten. Der Heppenheimer kam auf Position 4 wieder auf die Piste. Eine Runde später drückte sich Red Bull Racing-Aufsteiger Alex Albon an Ricciardo vorbei.

Vettel konnte in der Folge auch mit seinen frischen weichen Reifen nichts ausrichten und verbremste sich auch noch in der 36. Rennrunde in Les Combes. In der Folge boten die Mittelfeldstürmer einige unterhaltsame Zweikämpfe, während Leclerc mit knapp sechs Sekunden Vorsprung auf Hamilton das Feld anführte. Hinter dem Silberpfeil waren Bottas, Vettel, Norris, Pérez, Albon, Kvyat, Ricciardo und Giovinazzi auf Punktekurs unterwegs.

Letzerer fiel in der letzten Runde aus, weil er in der Streckenbegrenzung landete, auch für Norris gab es ein bitteres Aus auf den letzten Metern, dort vermutete das Team einen Motorschaden.

Am Ende durfte sich Leclerc über seinen ersten GP-Sieg freuen. Mit ihm durfte das Silberpfeil-Duo aufs Podest, wobei Hamilton die Zielflagge vor Bottas sah. Vettel, Albon, Pérez, Kvyat, Hülkenberg, Gasly und Stroll kamen auf den weiteren Top-10-Rängen ins Ziel. Norris, Magnussen, Grosjean, Ricciardo, Russell, Räikkönen und Kubica komplettierten die Ergebnisliste.

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