Günther Steiner: Geldstrafe fürs Fluchen am Funk

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Haas-Teamchef Günther Steiner

Haas-Teamchef Günther Steiner

Haas-Teamchef Günther Steiner beschwerte sich nach dem Russland-GP lauthals über die Strafe, die sein Schützling Kevin Magnussen kassiert hatte. Dafür wurde er in Suzuka mit einer Geldstrafe bedacht.

Dass Günther Steiner keine Kraftausdrücke scheut, erfuhr der geneigte Formel-1-Fan bereits beim Schauen der ersten Staffel der Netflix-Doku «Drive to Survive», in der sich der Haas-Teamchef durch seine explizite Wortwahl zum Liebling vieler Social-Media-Nutzer mauserte. Auch beim vergangenen Wochenende in Sotschi wurde der Südtiroler seinem Ruf gerecht, denn er machte seinem Ärger über die 5-sec-Strafe, die sein Schützling Kevin Magnussen kassiert hatte, über Funk Luft.

Auf der Auslaufrunde erklärte er nach der Zieldurchfahrt am Funk mit Magnussen, dass dieser wegen eines «dummen» und «idiotischen» Rennkommissars vom achten auf den neunten Platz zurückgefallen sei. Bestraft wurde der Däne für sein Versäumnis, im Notausgang der Kurve 2 nicht auf die vorgeschriebene Art und Weise die Pylonen umfahren zu haben.

Steiner schimpfte seinerseits: «Wenn wir keinen dummen, idiotischen Stewart hätten, dann wären wir jetzt Achter. Du weisst, wer der Kommissar ist. Du kennst ihn. Es ist immer der Gleiche. Er wird einfach nicht schlauer.» Gemeint war Emanuele Pirro, der in Sotschi im Einsatz war. Weil einige Haas-Teammitglieder nach dem Russland-GP das Fahrerlager bereits verlassen hatten und auch ein potenzieller Interessenkonflikt bestand, reichten die Regelhüter die Angelegenheit gemäss Artikel 11.9.3. t) des sportlichen Reglements an die Kollegen weiter, die in Japan für die Einhaltung der Formel-1-Regeln zuständig sind.

Steiner wurde vor die Kommissare zitiert und scherzte noch kurz davor im Rahmen der FIA-Pressekonferenz: «Ich weiss genauso viel, wie alle anderen, nämlich dass mich die Regelhüter in fünf Minuten sehen wollen. Ich weiss nicht, was sie mir sagen werden, aber ich hoffe, ich kassiere keine Strafe dafür, dass ich die Pressekonferenz zu früh verlassen werde.» Dies war nicht nötig, denn gleich darauf war die offizielle Fragerunde mit den Teamchefs beendet.

Steiner erklärte vor den Stewards, dass die Bemerkungen in Sotschi im Eifer des Gefechts gefallen waren und dass er seine Wortwahl rückblickend bereue. Trotzdem brummten sie ihm eine Strafe über 7500 Euro auf, denn die öffentlich geäusserte Kritik sei «komplett unangemessen», und deshalb werde man dieses Verhalten auch nicht akzeptieren. Die Strafe fiel auch relativ mild aus, weil Steiner zum ersten Mal für dieses Verhalten gebüsst wurde. Eine Wiederholung des Vergehens könnte eine sehr viel härtere Strafe gegen das Team und Steiner nach sich ziehen, warnten die Regelhüter in ihrer Stellungnahme.

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