Leclerc: So wichtig ist Ferrari-Teamchef Binotto

Von Andreas Reiners
Formel 1
Charles Leclerc und Mattia Binotto

Charles Leclerc und Mattia Binotto

Sebastian Vettel hatte sich vor einigen Wochen schon einmal sehr positiv über Ferrari-Teamchef Mattia Binotto geäußert. Tenor: Er ist so etwas wie der Fels in der Brandung.

Der Wellengang war bei den «Roten» ja beachtlich, mit Pech und Pannen in einer Saison, in der man sich mehr ausgerechnet hatte. Hinzu kam die stets schwelende Frage nach der Nummer eins im Team: Vettel? Oder doch der aufstrebende Charles Leclerc?

Binotto mag nicht immer alles richtig gemacht haben, doch auch Leclerc betont, dass es vor allem die Gelassenheit des Teamchefs ist, die in schwierigen Situationen hilft. Schließlich ist es bei Ferrari immer ein wenig emotionaler als anderswo.

«Er ist ein ruhiger Mensch, was in einem Umfeld wie der Formel 1 wichtig ist. Man ist immer aufgeregt, alles geht so schnell. Es ist deshalb wichtig, einen Menschen um sich zu haben, auf den man zählen kann und der ruhig ist. Als Chef gibt er sich so, wie er wirklich ist, und das ist auch wichtig», sagte Leclerc.

Binotto kann allerdings auch anders. «Er kann auch hart sein, wenn es sein muss. Ich denke, das ist alles, was du brauchst, wenn du der Boss bist.»

Hart ist Binotto vor allem dann, wenn es um die Spannungen zwischen den Fahrern geht. Wenn sie sich nicht an Absprachen halten oder Grenzen überschreiten.

«Das sehen wir nicht gern, das ganze Team sieht es nicht gern und das brauchen wir im Team auch nicht. Also muss er in diesem Moment hart sein, und das hilft uns, uns danach richtig zu verhalten», sagte Leclerc.

Dabei weiß Binotto auch zu differenzieren und verhält sich so, wie es in dem Moment angebracht ist. Also zum Beispiel vermeidet er es, draufzuhauen, wenn der Fahrer sowieso schon enttäuscht ist. Wie Leclerc, der sehr hart mich sich selbst ins Gericht geht.

«Er weiß, dass ich sehr hart zu mir selbst bin, er passt sich dem dann an und vielleicht hätte er härter sein können. Er wollte härter sein, aber er sah, wie sehr ich mich fertiggemacht habe und das einzige, was er versuchte, war mich wieder aufzubauen.»

Leclerc weiter: «In der Saison gab es einige Beispiele, wie in Deutschland, er war da, um mir zu helfen, nach einem Tiefpunkt ein besserer Fahrer zu werden.»


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