FP3 Mexiko: Ferrari knapp schneller als Mercedes

Von Vanessa Georgoulas
Charles Leclerc stellte die FP3-Bestzeit auf

Charles Leclerc stellte die FP3-Bestzeit auf

Am Ende fehlte Mercedes nur wenig mehr als eine Zehntel auf die FP3-Bestzeit von Ferrari-Star Charles Leclerc. Der Monegasse blieb nur 27 Tausendstel schneller als sein Teamkollege Sebastian Vettel.

Auch in der Nacht auf Samstag hatte der Regen für eine nasse Strecke in Mexiko gesorgt, sodass die GP-Stars erneut auf Intermediates auf der noch feuchten Bahn ausrücken mussten. McLaren-Talent Lando Norris war der Erste, der sich gleich zum Start der Session aus der Box wagte, die erste Rundenzeit liess sich aber Red Bull Racing-Pilot Alex Albon notieren.

Diese fiel wegen eines Ausflugs aber mit 1:28,975 min ziemlich gemächlich aus, sodass der Londoner kurz darauf von seinem Teamkollegen Max Verstappen auf Position 2 verwiesen wurde. Der Niederländer schaffte die 4,304 km in 1:28,711 min, doch Albon legte kurz darauf mit 1:27,463 min nach. Ferrari-Star Charles Leclerc reihte sich hingegen mit 1:29,634 min hinter Verstappen ein.

WM-Leader Lewis Hamilton schaffte hingegen auf Anhieb eine 1:27,852 min, womit er deutlich schneller blieb als Verstappen. Der Mercedes-Star legte kurz darauf mit 1:26,562 min nach, womit er sich allerdings nicht lange an der Spitze halten konnte, denn Verstappen schaffte nur Augenblicke später eine neue Bestmarke über 1:26,118 min. Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas blieb schneller als Leclerc, aber langsamer als Verstappen, Hamilton und Albon.

Abgesehen von diesen fünf Piloten drehte in der ersten Viertelstunde kein anderer Fahrer eine gezeitete Runde. Renault-Pilot Daniel Ricciardo, Toro Rosso-Rückkehrer Pierre Gasly sowie das Racing-Point-Duo Sergio Pérez und Lance Stroll hatte sich noch gar nicht auf der Strecke gezeigt. Bei Gasly lag das daran, dass sich der GP-Star unwohl fühlte. Ricciardo wurde durch ein Hydraulik-Leck aufgehalten, das sein Team kurz vor dem Start der Session ausgemacht hatte.

Während bei Renault also eifrig geschraubt wurde – genauso wie am Heck von Sebastian Vettels Ferrari – rückte Kimi Räikkönen im Alfa Romeo zur ersten schnellen Runde aus. Der Finne schaffte es, mit 3,390 sec Rückstand auf die Bestzeit von Verstappen vor Leclerc auf die fünfte Position. Die Wiederholung der TV-Aufnahmen seiner Runde zeigten, dass er bei seinem schnellen Versuch eine Schrecksekunde erlebte. Bei Vettel sorgte ein Sensor für die Zwangspause.

Für Ricciardo und seinen Teamkollegen Nico Hülkenberg kam es noch schlimmer, denn eine Verschmutzung in einem der Kühlsysteme sorgte dafür, dass keiner der Beiden eine gezeitete Runde drehen konnte. Aber auch der Rest hielt sich zurück, sodass auch zur Halbzeit weniger als die Hälfte aller GP-Stars eine Rundenzeit aufgestellt hatte.

Dabei blieb es bis zur letzten Viertelstunde, keiner wollte vor dem Qualifying einen Abflug riskieren, wo doch klar war, dass sich die Pistenbedingungen bis zum Abschlusstraining noch verändern würden. Räikkönen war der Erste, der sich auf Slicks auf die Piste wagte. Der Weltmeister von 2007 schaffte es mit 1:21,673 min an die Spitze. Bottas tat es ihm gleich, wählte aber die mittelharten Reifen. Vettel folgte hingegen dem Beispiel von Räikkönen und rückte auf den weichen Reifen aus.

Trotzdem konnte Bottas am Alfa Romeo-Altmeister vorbeiziehen. Mit 1:19,101 min unterbot er Räikkönens Zeit um knapp 2,5 sec. Allerdings hielt sich die neue Bestzeit nur, bis Vettel mit 1:17,744 min die erste Position übernahm, während Gasly seine ersten Installationsrunden drehte. Sein Red Bull Racing-Nachfolger Ale Albon schaffte währenddessen mit 117,370 min eine neue Bestzeit, während Hamilton wegen eines Verbremsers in der ersten Kurve neben die Piste geriet.

Vettel verkürzte seinen Rückstand auf Albons Bestmarke in der Folge auf knapp zwei Zehntel, während Verstappen einen ersten Versuch unternahm, seinen Teamkollegen von der Spitze zu verdrängen. Mit Erfolg: Der Niederländer setzte sich mit 1:16,903 min auf den ersten Platz. Noch war die Zeitenjagd aber nicht vorbei, fünf Minuten vor dem Ende rückte das schnelle Ferrari-Duo noch einmal aus.

Vorerst übernahm aber Carlos Sainz mit 1:16,638 min die Spitze, wofür der McLaren-Pilot viel Lob von den Experten erntete. Während Gasly die sechstschnellste Runde drehte, setzte sich Bottas mit 1:16,259 min an die Spitze. Aber auch der Rest des Feldes gab noch nicht auf, Vettel schaffte es mit 1:16,172 min auf die erste Position, von der er von seinem Teamkollegen Leclerc verdrängt wurde. Der Monegasse blieb it 1:16,145 min der Schnellste.

Vettel, Bottas, Hamilton, Sainz, Verstappen, Gasly, Albon, Norris und Pérez belegten die weiteren Top-10-Ränge. Dahinter folgten Daniil Kvyat, Räikkönen, Lance Stroll, Antonio Giovinazzi, Magnussen, Romain Grosjean, George Russell, Robert Kubica, Hülkenberg und Ricciardo.

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