David Schumacher: Formel-1-Debüt bei Racing Point

Von Mathias Brunner
Formel 1
Ralf und David Schumacher 2019 beim Macau GP

Ralf und David Schumacher 2019 beim Macau GP

​Der 19jährige David Schumacher, Sohn von GP-Sieger Ralf Schumacher, darf für Racing Point sein Formel-1-Debüt geben – beim kommenden virtuellen Grossen Preis von Brasilien am 3. Mai.

Eigentlich sollte der junge David Schumacher in diesem Jahr in der Formel 3 antreten, aber wegen Corona dreht sich auch in der Nachwuchsklasse vorderhand kein Rad. Dafür kann der Sohn des früheren Formel-1-Piloten Ralf Schumacher für Racing Point sein Debüt in der Königsklasse geben – wenn auch nur virtuell, beim kommenden Grand Prix von Brasilien, der von der Formel 1 am 3. Mai ausgetragen wird. Im zweiten pinkfarbenen Renner sitzt eSport-Promi Jimmy Broadbent.

David Schumacher – Zweiter der arabischen Formel-4-Meisterschaft 2017/2018 und 2019 Vierter der Formel Regional – freut sich: «Ich bin wirklich aufgeregt, dass ich am virtuellen Formel-1-Rennen teilnehmen kann. Ich habe noch nicht viel Erfahrung mit Sim-Rennen, bislang habe ich nur mit Freunden gespielt und mit herkömmlichem Game-Controller. Im Moment bin ich viel am Trainieren, mehrere Stunden am Tag, denn ich will das Beste aus der Chance machen.»

Am 3. Mai hätte eigentlich der erste Grosse Preis der Niederlande seit 1985 stattfinden sollen. Wegen der Coronakrise fährt die Königsklasse bis Anfang Juli nur virtuell. Basis der Simulation ist das 2019er Formel-1-Spiel, und weil darin die Rennstrecke von Zandvoort nicht enthalten ist, wird am 3. Mai die Simulation eines Grossen Preises von Brasilien gefahren. Rund 40.000 Fans hatten an einer Wahl teilgenommen, um die Wunschpiste der Formel-1-Anhänger zu finden, im Schnitt jeder zweite davon wählte das «Autódromo José Carlos Pace» von Interlagos in São Paulo.

Erneut am Start aus dem aktuellen GP-Feld: Alex Albon (Red Bull Racing), Charles Leclerc (Ferrari), Antonio Giovinazzi (Alfa Romeo Racing), George Russell und Nicholas Latifi (Williams); dazu wie üblich eine Reihe von Exoten, die wir nie in einem echten GP-Renner treffen würden – Cricket-Spieler Ben Stokes tritt erneut für Red Bull Racing an, sein englischer Landsmann Stuart Broad startet für AlphaTauri, der Italiener Alessio Romagnoli (Kapitän des Fussballklubs AC Milan) nimmt erstmals an einer solchen Simulation teil. Neben Leclerc tritt für Ferrari Enzo Fittipaldi an.

Bei den bisherigen virtuellen Rennen von Bahrain, Australien und China haben alleine auf den verschiedenen digitalen Plattformen der Formel 1 mehr als 16 Millionen Menschen zugeschaut.

Ben Stokes (28), mit England Cricket-Weltmeister 2019, lag in Melbourne bisweilen auf Rang 12, aber ein Dreher warf ihn an den Schluss des Feldes zurück: «Inzwischen habe ich viel geübt, ich schätze, meine Chancen sind dieses Mal besser.»

Der Thai-Brite Alex Albon ist beim vergangenen China-GP hinter Charles Leclerc Zweiter geworden und will erneut aufs Podest.

Interessantes Fahrerduo bei Renault: Neben Formel-2-Fahrer Christian Lundgaard aus Dänemark tritt der Norweger Petter Solberg an, 45 Jahre jung und Rallye-Weltmeister des Jahres 2003, sowie Rallycross-Weltmeister 2014 und 2015.

Lundgaard war in der Simulation des Australien-GP Zweiter geworden (ebenfalls hinter Leclerc), den Saisonauftakt von Bahrain hatte ein anderer Renault-Zögling gewonnen, der Chinese Guanyu Zhou. Lundgaard sagt: «Es ist ziemlich cool, neben Petter zu fahren, denn ich kenne ihn seit Jahren – mein Vater ist gegen ihn im Rallyesport an den Start gegangen!»

Solberg meint: «Es ist eine Ehre, für Renault an den GP-Start zu gehen. 2009 hatte ich mal die Gelegenheit, einen Formel-1-Ferrari zu fahren, so etwas vergisst du nicht so schnell. Mein Debüt bei einem Grand Prix kommt vielleicht ein wenig spät, aber ich werde mein Bestes geben und finde es ziemlich cool, gegen die ganzen Formelfahrer anzutreten. Jetzt muss ich nur noch eines klären: Kann mir jemand noch eine Handbremse ins virtuelle Auto einbauen?»

Der nächste simulierte Formel-1-Lauf findet am 3. Mai ab 18.00 Uhr statt. Dieser Brasilien-GP wird auf dem YouTube-Kanal der Formel 1 übertragen, dazu auf Twitch, Weibo und Facebook. Darüber hinaus als Livestream auf rtl.de, sport.de, ntv.de sowie auf ORF Sport+ und tvthek.ORF.at

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