Steiner und Schumacher: Streit geht in nächste Runde

Von Andreas Reiners
Günther Steiner

Günther Steiner

Die Zusammenarbeit zwischen Haas und Mick Schumacher ist beendet. Dafür geht der Streit zwischen Teamchef Günther Steiner und Micks Onkel Ralf Schumacher munter weiter. Jetzt schießt Steiner zurück.

Nein, Freunde werden Günther Steiner und Ralf Schumacher wohl nicht mehr. In der abgelaufenen Saison nahm Schumacher in seiner Rolle als Sky-Experte selten ein Blatt vor den Mund, und Steiner bekam regelmäßig sein Fett weg. Klar: Steiner war zwei Jahre lang der Teamchef von Ralfs Neffen Mick Schumacher.

Und vor allem 2022 war Ralf Schumacher unzufrieden mit dem Führungsstil Steiners, und auch mit dem generellen Umgang mit dem Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher.

Mick musste lange auf eine Entscheidung warten, ob er auch 2023 für Haas fahren kann. Kurz vor dem Saisonfinale war klar, dass es für Schumacher bei dem US-Rennstall keine Zukunft gibt.

«Ich glaube, dass Günther Steiner nicht damit klarkommt, dass jemand anderes bei Haas im Fokus steht. Er ist sehr, sehr gerne derjenige, der im Vordergrund steht», sagte Ralf Schumacher zuletzt und nannte den Italiener dabei einen «Selbstdarsteller». Zugleich empfahl er ihm einen Personalführungskurs.

Steiner wehrte sich jetzt gegen die Kritik. Für ihn sei klar, dass Ralf Schumacher versuche, «einen öffentlichen Kampf hervorzurufen», sagte er der Sport Bild.

Daran habe er aber kein Interesse, so Steiner: «Ich mache, was ich mache. Er kann sagen, was er will. Ich habe kein Interesse, darauf eine Antwort zu geben, weil ich kein Selbstdarsteller bin», so Steiner.

Der Südtiroler stellt zugleich klar, dass Mick Schumacher durch die ständige Kritik keine Nachteile hatte: «Meine Entscheidung wurde durch Ralfs Verhalten nicht beeinflusst.»

Steiner wehrte sich auch gegen Vorwürfe, er habe Mick Schumacher hingehalten, obwohl klar gewesen sei, dass er gehen müsse. «Wir haben nicht seit drei Monaten rumgespielt, dass wir es wüssten und es ihm nicht sagen. Wir haben lange geschaut, was ist das Beste für uns ist und uns Zeit genommen. Das war kein Hinauszögern», so Steiner.

Abu Dhabi-Test

1. Carlos Sainz (E), Ferrari, 1:24,245 min (65 Runden)
2. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:25,383 (56)
3. Robert Shwartzman (AND), Ferrari, 1:25,400 (116)
4. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:25,689 (130)
5. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:25,845 (76)
6. Alex Albon (T), Williams, 1:25,959 (118)
7. Logan Sargeant (USA), Williams, 1:26,063 (82)
8. Nyck de Vries (NL), AlphaTauri, 1:26,111 (151)
9. Lance Stroll (CDN) Aston Martin, 1:26,263 (70)
10. Liam Lawson (NZ), Red Bull Racing, 1:26,281 (111)
11. Jack Doohan (AUS), Alpine, 1:26,297 (111)
12. Fernando Alonso (E) Aston Martin, 1:26,312 (97)
13. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, 1:26,333 (88)
14. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:26,340 (123)
15. Felipe Drugovich (BR), Aston Martin, 1:26,595 (106)
16. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, 1:26,709 (129)
17. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:26,750 (67)
18. Lando Norris (GB), McLaren, 1:26,890 (115)
19. Nico Hülkenberg (D), Haas, 1:27,000 (110)
20. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, 1:27,123 (135)
21. Pietro Fittipaldi (BR), Haas, 1:27,172 (99)
22. Frederik Vesti (DK), Mercedes, 1:27,216 (124)
23. George Russell (GB), Mercedes, 1:27,240 (73)
24. Théo Pourchaire (F), Alfa Romeo, 1:27,591 (106)

Abu Dhabi-GP, Yas Island

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:27:45,914 h
02. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +8,771
03. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +10,093
04. Carlos Sainz (E), Ferrari, +24,892
05. George Russell (GB), Mercedes, +35,888
06. Lando Norris (GB), McLaren, +56,234
07. Esteban Ocon (F), Alpine, +57,240
08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +76,931
09. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +83,268
10. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +83,898
11. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +89,371
12. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +1 Runde
13. Alex Albon (T), Williams, +1
14. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1
15. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, +1
16. Mick Schumacher (D), Haas, +1
17. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1
18. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +3 Runden
19. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +3
Out
Fernando Alonso (E), Alpine, Wasserleck

WM-Schlussstand (nach 22 von 22 Rennen)
Fahrer
01. Verstappen 454 Punkte
02. Leclerc 308
03. Pérez 305
04. Russell 275
05. Sainz 246
06. Hamilton 240
07. Norris 122
08. Ocon 92
09. Alonso 81
10. Bottas 49
11. Ricciardo 37
12. Vettel 37
13. Magnussen 25
14. Gasly 23
15. Stroll 18
16. Schumacher 12
17. Tsunoda 12
18. Zhou 6
19. Albon 4
20. Latifi 2
21. De Vries 2
22. Nico Hülkenberg (D) 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 759 Punkte
02. Ferrari 554
03. Mercedes 515
04. Alpine 173
05. McLaren 159
06. Alfa Romeo 55
07. Aston Martin 55
08. Haas 37
09. AlphaTauri 35
10. Williams 8


Diesen Artikel teilen auf...

Mehr über...

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Ferrari: Wer soll auf dem Schleudersitz Platz nehmen?

Mathias Brunner
Es ist einer der reizvollsten Posten in der Königsklasse, aber ein Job mit Stress-Garantie: Teamchef bei Ferrari. Mattia Binotto hatte davon die Nase voll, aber wer soll folgen? Erneut gibt’s bei Ferrari viel Unruhe.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Mo.. 05.12., 06:00, ORF Sport+
    silent sports +
  • Mo.. 05.12., 06:00, ORF Sport+
    silent sports +
  • Mo.. 05.12., 06:18, ORF Sport+
    silent sports +
  • Mo.. 05.12., 06:18, ORF Sport+
    silent sports +
  • Mo.. 05.12., 06:18, ORF Sport+
    silent sports +
  • Mo.. 05.12., 06:39, ORF Sport+
    silent sports +
  • Mo.. 05.12., 06:39, ORF Sport+
    silent sports +
  • Mo.. 05.12., 06:39, ORF Sport+
    silent sports +
  • Mo.. 05.12., 06:55, ORF Sport+
    silent sports +
  • Mo.. 05.12., 06:55, ORF Sport+
    silent sports +
» zum TV-Programm
3