Hülkenberg: Premiere in den USA

Von Peter Hesseler
Formel 1
Hülkenberg hat die Strecke schon erobert

Hülkenberg hat die Strecke schon erobert

Force-India-Pilot aus Emmmerich vor seinem ersten US-GP – seine Eindrücke, Vorbereitung, Ziele und Aussichten.

Nico Hülkenberg schwärmt nach der Besichtigung des Circuit of the Americas vor den Toren von Austin/Texas von der neuen Strecke in der neuen Welt. «Hülk» fährt, anders als alle seine deutschen Kollegen, am Wochenende erstmals einen Grand Prix in den USA.

Vor dem 19. WM-Lauf 2012, auf den sich «Hülk» auch zwei bis drei Stunden im Simulator vorbereitet hat, sagt der Force-India-Pilot: «Der Kurs bietet nette Abwechslungen, das sieht alles ganz positiv aus, sehr technisch. Es ist speziell hier, denn jeder Sektor hat eigene Anforderungen, lange Geraden, die in Spitzkehren hineinführen – und anders herum. Es könnte hier Probleme mit dem Blockieren der Vorderräder geben. Überholen ist möglich, wegen der langen Geraden, die überdies noch als DRS-Zone ausgewiesen ist.»

Das Rennen könnte wieder ein Ein-Stopp-Rennen werden, weil F1-Allein-Ausrüster Pirelli die härtesten Mischungen an den Start bringt: medium und hart. «Das ist eher eine eher konservative Auswahl», meint Hülkenberg. Und man kann durchhören, dass er sich etwas anderes gewünscht hätte, denn unter diesen Umständen dürfte es den Mittelfeld-Teams schwerer fallen, mit Hilfe taktischer Schachzüge überraschend weit vor zu fahren.

Den Startunfall von Abu Dhabi hat der Emmericher abgehakt. «Das war ein normaler Rennunfall.»

Gab es Gesprächbedarf mit Teampartner Paul Di Resta, der seinen Wagen in Abu Dhabi recht rüde in den des Teampartners hineingelenkt hatte? «Nein, das ist erledigt, wir schauen jetzt nach vorne», sagt Hülkenberg.

Nachdem Hülkenbergs Serie von ununterbrochenen Zielankünften seit dem Australien-GP im März nun gerissen ist, will er in den nächsten beiden Rennen «das Maximale aus dem Auto herausholen, ordentlich Punkte sammeln und die Saison zu einem guten Abschluss bringen, das ist immer wichtig.» Neuteile, wie die Spitzenteams, hat Hülkenberg dafür allerdings nicht zur Verfügung. Force India hat die Weiterentwicklung für die aktuelle Saison längst gestoppt, um sich auf den Fahrzeugbau für 2013 zu konzentrieren, allerdings ohne nennenswerte Einbussen auf der Strecke.

Natürlich will der designierte Sauber-Pilot mit Force India jetzt den besser platzierten Gegner Sauber in der Teamwertung noch von Rang 6 verdrängen. «Aber das wird schwer, weil uns dafür nur noch zwei Rennen bleiben.»

Sauber 29 Punkte abzuknöpfen, wird in der Tat kaum möglich sein. Aber abwarten: Force India ist ein sehr stabiles Team mit konstanten Rennleistungen und einem sehr standfesten Auto.

Hülkenberg selbst nimmt in der Fahrerwertung Rang 12 ein. Eine Platzierung unter den ersten Zehn wäre gut für die Imagebildung. In seiner ersten und bisher einzigen kompletten F1-Saison belegte er 2010 Rang 14, damals im Williams.

Auf Rang 10 (Sergio Pérez/Sauber) der Fahrerwertung fehlen ihm derzeit 17 Zähler. Hülkenberg müssten schon zwei aussergewöhnliche Zieleinläufe gelingen, um sich noch unter die zehn weltbesten Fahrer vorzukämpfen.

Wer sein Force-India-Nachfolger 2013 wird, weiss er noch nicht: «Sagt ihr es mir,» meinte der Schlacks grinsend.

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