Alexander Wurz: «Webber sollte zufrieden sein»
Ex-Williams-Pilot Alexander Wurz findet, Mark Webber sollte froh sein, bei Red Bull Racing die Nummer zwei zu sein.
Wenige Tage vor dem Grand Prix in China meldet sich ein weiterer ehemaliger Formel-1-Pilot zu Wort um die Stallorder-Affäre bei Red Bull Racing zu diskutieren. Nachdem einige andere, inklusive des Weltmeisters von 1997, Jacques Villeneuve, meinten, Sebastian Vettels Missachtung des "Multi-21"-Befehls in Malaysia sei ein Indiz dafür, dass der Deutsche klar die Nummer eins bei Red Bull Racing sei, sagt Wurz nun, Webber sollte eben mit dem zufrieden sein, was er hat.
"Da gibt es eine doppelstellige Millionen-Summe, um sich mit diesem Schmerz abzufinden", findet der Österreicher. "Wenn er glaubt, in einem anderen Rennstall wäre er besser bedient, sollte er sich verabschieden", erklärte Wurz gegenüber Spox.
"Ich glaube aber, im Augenblick wird er diese bittere Pille schlucken. Er ist noch immer in einem Team, mit welchem er Erfolge feiern kann. Wenn er Glück hat und Vettel einige Defekte, könnte er sogar um die WM mitfahren. " Andernfalls würde er eben die zweite Geige spielen, so der 39-Jährige weiter. "Er vverdient gutes Geld und zählt zu den Stars der Szene. Ganz einfach!"
Bei Mercedes sei die Situation, trotz der Teamorder in Malaysia, keineswegs so klar, denkt Wurz. Lewis Hamilton sei bei den Silberpfeilen nicht unbedingt die Nummer eins. "Mit Garantie werden Rosberg und sein Management messerscharf versuchen, eine Erklärung zu finden. Ob in den Köpfen eine Hackordnung verankert ist. Oder ob es sich um einen spontanen auf der Sicherheit basierenden Beschluss handelte", betont er. "Vielleicht dachte Brawn nicht an die Reibungen und Missverständnisse, die aufkommen können. Zwar verbindet Rosberg und Hamilton eine Freundschaft, aber: Wenn der Druck steigt, kippt das. "
Glaubt man Nico Rosberg, dann ist der Vorfall von Sepang mittlerweile in der Tat geklärt. "Malaysia war ernüchternd für mich in jeder Hinsicht. Aber das ist jetzt abgehakt", sagte der 27-Jährige im Vorfeld des Grand Prix von China gegenüber der dpa. "Wir haben das intern durchdiskutiert und geklärt."
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