Adrian Sutil: «Von 6 nach oben liegt alles drin»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Adrian Sutil zischt durch die Wüste

Adrian Sutil zischt durch die Wüste

Nach der starken Teamdarbietung von Force India. Adrian glaubt: «Das Knifflige hier sind die Reifen und das Bremsen.»

An diesem Samstag in Bahrain treffen wir einige sehr gut gelaunte deutsche Rennfahrer im Fahrerlager (mit Nico Hülkenberg als Ausnahme der Regel).

Nico Rosberg auf Pole-Position.

Sebastian Vettel in der ersten Startreihe.

Adrian Sutil mit starker Darbietung und Startplatz 6.

Sutil ist anzusehen, wie wohl sich Fahrer und Wagen auf der arabischen Rennstrecke fühlen. «Aber du wärst kein Racer, wenn du natürlich nicht nach Mehr dürsten würdest. Bei mir bedeutet das: Wäre ich um vier Hundertstelsekunden schneller gefahren, so hätte ich Felipe Massa geschlagen, und der kann morgen bekanntlich als Vierter ins Rennen gehen!»

«Beim Anbremsen von Kurve 8, einer der schwierigsten Kurven, wie ich finde, gab es etwas Untersteuern, ich kam da etwas zu weit raus, da habe ich gut und gerne zwei Zehntel verloren.»

Hat Adrian mit der Konkurrenzfähigkeit der Force India hier gerechnet oder ist er überrascht worden?

Sutil: «Es sah eigenlich das ganze Wochenende lang recht gut aus. Die Balance war aber mal so, dann wieder so. Das Auto ist auf der Bremse ganz schwierig zu meistern. Zu Beginn des Training hatte ich oft mit stehenbleibenden Rädern zu kämpfen, zum Glück konnten wir das zum Quali-Teil 2 hin mit leichten Veränderungen der Abstimmung verbessern, etwa mit dem Differential, und in Q3 war das eine ordentliche Runde, mit der ich zufrieden sein darf. Aber ich Grunde bist du da immer am Reagieren, statt zu agieren. Der Wind spielt in Stärke und Richtung dabei auch eine Rolle. Er ist unberechenbar, und genau das macht es so schwierig. Auch im Qualifying hat die Windrichtung geändert. Die Strecke vom reinen Layout her halte ich nicht für schwierig, aber in Sachen Bremsen ist das eine knifflige Aufgabe. Mit dem Wind musst du den Bremspunkt ständig anpassen.»

Die Verbesserungen bei Force India (neuer Unterboden, andere Form der Nase) steckten dabei nicht mehr am Auto. Adrian: «Da gehen wir kein Risiko ein. Wir setzen die Teile erst ein, wenn wir ihre Funktion absolut verstanden haben und sie eindeutig schnellere Zeiten erlauben. Solange wir da noch etwas unsicher sind und die Ergebnisse nicht konstant, so lange müssen wir sie weiter ausloten. Besonders der Unterboden ist da extrem empfindlich. Ein kleines Blech an der falschen Stelle, und schon bist du eine Sekunde langsamer.»

Was ist ein realistisches Rennergebnis für Sutil?

Adrian: «Ich bin Sechster in der Startaufstellung (beginnt zu schmunzeln), da ist alles von Rang 6 nach vorne realistisch!»

Alles steht und fällt – einmal mehr – mit dem Verhalten der Reifen. «Ich finde aber, die beiden Mischungen hier verhalten sich sehr ähnlich», sagt Adrian Sutil. «Aber die einen Fahrer kommen mit der weichen Mischung besser zurecht, die anderen mit der harten. Ich glaube, wir werden morgen recht unterschiedliche Strategien sehen.»

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