Carlos Sainz: «Wir verkaufen was, von dem wir wissen, es ist nicht richtig»
Max Verstappen ist nicht der einzige Fahrer, der Kritik am 2026er Reglement äussert. Sein früherer Red Bull-Teamgefährte Carlos Sainz (31): «Das ist nicht der richtige Weg für den Formel-1-Sport.»
Die Weltmeister Max Verstappen und Lando Norris machen aus ihrer Abneigung für das neue Formel-1-Reglement kein Geheimnis. Und auch der vierfache GP-Sieger Carlos Sainz spart nicht mit Kritik.
Der WM-Fünfte von 2021, 2022 und 2024 hat am Shanghai International Circuit festgehalten: «Wir verkaufen etwas, von dem wir wissen – es ist nicht richtig.»
Zahlreiche Fahrer sind nicht damit einverstanden, wie dominant das Energie-Management geworden ist, samt jenes Phänomens, das im Formel-1-Jargon «superclipping» genannt wird – wenn einem Fahrer auf einer Geraden die elektrische Power ausgeht und er deswegen an Tempo einbüsst.
Vielen Formel-1-Fans ist genau beim Superclipping aufgefallen: Was auf der Strecke passiert, das passt nicht zu den Grafiken, die eingeblendet werden. Natürlich dauerte es nicht lange, bis der Vorwurf im Raum stand: Hier werde versucht, ein Problem zu kaschieren.
Sainz: «Wir müssen uns etwas einfallen lassen»
Williams-Fahrer Carlos Sainz: «In China war es nicht so schlimm, weil die Antriebseinheiten da genügend Batterie-Leistung aufnehmen können. Aber ich mache mir Sorgen um Strecken wie in Monza oder Francorchamps, da werden wir uns etwas einfallen lassen müssen.»
«Ich bin mir ganz sicher: Das ist nicht die Formel 1, die wir sehen wollen. Und die Leute an der Spitze haben das erkannt. Ich hoffe, wir können da etwas ändern, denn das ist nicht der richtige Weg für unseren Sport.»
«Gewiss, wir stehen noch am Anfang der Saison. Da war es zu erwarten, dass nicht alle ihre Aufgaben auf die Reihe bekommen. Aber das alles schaut für die Formel 1 nicht gut aus.»
«Ich meine, wir hatten in China zwei McLaren, einen Williams und einen Audi, die das Rennen gar nicht erst aufnehmen konnten. Wir haben uns das Leben selber schwergemacht mit super-komplizierten Antriebseinheiten. Selbst so erfahrene Rennställe bringen die Standfestigkeit nicht auf die Reihe.»
«Ich habe eine klare Vorstellung davon, was ich von der Königsklasse sehen will – und das ist es nicht. Ich hoffe, wir können die Lage mit Entwicklung und Feineinstellungen verbessern.»
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