Alonso-Manager bei Red Bull Racing: Nur Druckmittel?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Luis Garcia Abad mit Fernando Alonso

Luis Garcia Abad mit Fernando Alonso

Luis Garcia Abad schaut bei Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner vorbei. Das Ungewöhnliche: Der Spanier ist Manager von Fernando Alonso. Was ist da los?

Aufregung im Fahrerlager: Was macht der Manager von Fernando Alonso beim Teamchef von Red Bull Racing, Christian Horner? Bahnt sich da ein Sensationswechsel an? Ex-GP-Pilot Martin Brundle kann darüber nur lächeln: «Ich wundere mich ja immer wieder. In einer Formel 1, wo angeblich jedes Detail geheim gehalten werden soll, marschiert also ein Manager in aller Öffentlichkeit zu einem Teamchef? Würde man solche Verhandlungen im Verborgenen halten wollen, gäbe es dann nicht etwas geeignetere Orte für solche Gespräche? Nein, hier haben wir doch den klassischen Fall davon, dass die gesehen werden wollen.»

Über die Qualitäten eines Fernando Alonso müssen wir nicht diskutieren. Natürlich würde jeder Rennstall den Spanier mit Handkuss nehmen.

Brundle weiter: «Wenn wir also davon ausgehen, dass die gesehen werden wollten, dann lautet die logische Frage – warum?»

Antwort: um Druck zu machen. Fernando Alonso will Ferrari wachrütteln, das Entwicklungstempo der Italiener ist zu verhalten.

Zur Erinnerung: Fernando Alonso hat mit Ferrari einen Vertrag bis einschliesslich 2016. Und der Spanier hat wiederholt festgehalten: «Ferrari wird mein letztes Team in der Formel 1 sein. Nach diesem Rennstall gibt es keine Steigerung mehr.»

Vor kurzem hat Ex-GP-Fahrer David Coulthard Alonso einen Teamwechsel ans Herz gelegt – bei Ferrari werde das nichts mit dem WM-Titel. Damals hat Fernandos Manager Luis Garcia Abed gesagt: «Das ist barer Unsinn. Ich würde Fernando keinen Teamwechsel empfehlen, nur weil der Titel noch nicht gewonnen ist.»

Ausgerechnet jener Fernando Alonso soll bei Red Bull Racing andocken, der keine Gelegenheit auslässt, gegen das Weltmeister-Team und Sebastian Vettel etwas zu sticheln? Schwer vorstellbar. Aber das Wort unmöglich existiert bekanntlich in der Formel 1 nicht.

Sky-TV-Experte Marc Surer: «Ich sehe das so – Alonso macht damit Ferrari etwas Feuer!»

Alexander Wurz, in Diensten des ORF: «Ich kann mir einen solchen Wechsel nicht vorstellen, aber in der Formel 1 soll man bekanntlich nie nie sagen. Ich sehe das eher als internen Poker bei Ferrari.»

Vielleicht war es nicht mal das: Luis Garcia Abad betreut auch den Red-Bull-Junioren Carlos Sainz junior – Besuche des spanischen Managers sind in der Energy-Station also keine Seltenheit.

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