Jerez-Tag 4: Regen, Kamui Kobayashi kehrt zurück

Von Mathias Brunner
Formel 1

Wer bislang Probleme mit seinem Auto hatte, kommt von der Traufe in den Regen: in der Nacht auf heute Freitag hat es in Andalusien angefangen zu schütten.

Die künstliche Bewässerung der Rennstrecke am Mittwochmorgen hätte sich Pirelli sparen können: Petrus macht so etwas kostenlos, etwa in der vergangenen Nacht. Zum Beginn des letzten von vier Testtagen in Jerez de la Frontera regnet es zwar nicht mehr so stark wie während der Nacht, aber stetig. Selbst die Einheimischen sind nicht uneins darüber, ob der Regen nachlassen wird oder anhält. Der Tagesgewinner könnte heute Pirelli heissen – endlich mehr Erfahrung mit den neuen Regenreifen und Intermediates.

Wer bislang über sein Auto wenig lernen konnte, wird damit doppelt bestraft. Aber Marc Surer, TV-Experte von Sky, relativiert: «Wenn ein Rennstall diesen Test nur als Funktionsprüfung aller Systeme ausgelegt hat, dann spielt es keine Rolle, ob man auf trockener oder nasser Bahn fährt. Erst wenn du ersthaft mit dem Auto zu arbeiten beginnst, dann lernst du auf trockener Bahn mehr. Doch dazu sollten die Teams dann in Bahrain Gelegenheit haben.»

Damit hatte auch Nico Hülkenberg mit seiner Vorhersage Recht. Gestern war bei Force India kurz darüber diskutiert worden, ob der Deutsche heute Morgen nochmals ins Auto steigen soll – am Donnerstag hatte er nur 17 Runden gedreht. Doch Nico sagte: «Es kann ja auch sein, dass die Probleme weitergehen. Zudem höre ich, dass das Wetter schlecht werden soll.»

Heute sind folgende Herren fürs Fahren vorgesehen:

Kevin Magnussen (McLaren) – gestern Tagesschnellster
Felipe Massa (Williams)
Nico Rosberg (Mercedes) – ging Punkt 09.00 auf die Bahn
Fernando Alonso (Ferrari)
Daniel Juncadella (Force India) – Erster Einsatz des neuen Testfahrers
Daniil Kvyat (Toro Rosso) – Wegen der grossen Probleme bislang noch nicht zum Einsatz gekommen
Adrian Sutil (Sauber)
Jules Bianchi (Marussia)
Daniel Ricciardo (Red Bull Racing) – Gestern über Installationsrunden nicht hinausgekommen
Kamui Kobayashi (Caterham) – Debüt bei Caterham

«Cowboyashi» reitet wieder

Kamui Kobayashi (27) ist hin- und hergerissen. Natürlich freut sich der Japaner auf seine Formel-1-Rückkehr mit Caterham, aber der Regen und die grossen Probleme bei den Grünen geben dem Japaner zu denken.

Der frühere Sauber-Fahrer hat sich für die Saison 2014 ein neues Helmdesign einfallen lassen und dazu sogar einen YouTube-Film gedreht. Leider werden die meisten Leser den nicht verstehen, weil sie des Japanischen nicht geläufig sind. Wir haben einen japanischen Kollegen gebeten, uns einige von Kamuis Worten zu übersetzen.

«Bislang habe ich meist Helme benutzt in den Farben meiner Heimat, also in Rot und Weiss. Nun war ich jedoch ein Jahr lang weg. Mit Caterham, das ist ein Neuanfang, und auch mein Helmdesign sollte das widerspiegeln – dunkler, aggressiver, entschlossener. An der Seite sich Kirschblüten zu erkennen, ein Symbol von Japan. Vorne steht ein Hinweis auf meine Webpage, dazu das Logo eines persönlichen Sponsors, Aren, eine Immobilienfirma. Der Schriftzug «Hidecks» hinten steht für den Helmmaler.»

Kamui Kobayashi hat sich für die permanente Startnummer 10 entschieden: «Das geht auf mein Formel-1-Debüt mit Toyota zurück, damals hatte ich auch die 10. Nun stehe ich vor einem Neustart, ich fühle mich wie am Anfang, das war der Gedanke hinter der 10.»
«Klar mache ich mir Gedanken darüber, dass es bislang bei Caterham nicht gut gelaufen ist. Aber Probleme gehören eben zu Testfahrten, davor ist keiner gefeit. Ich hoffe einfach, dass wir die heute in den Griff bekommen und ich zum Fahren komme.»

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