Mika Häkkinen: «Rosberg kann Hamilton noch schlagen»

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Mika Häkkinen glaubt nicht, dass Nico Rosberg langsamer ist als Lewis Hamilton

Mika Häkkinen glaubt nicht, dass Nico Rosberg langsamer ist als Lewis Hamilton

Obwohl Lewis Hamilton die letzten vier Rennen für sich entschieden hat, glaubt Ex-Weltmeister Mika Häkkinen nicht, dass Nico Rosberg den Briten nicht mehr einholen und auch schlagen kann.

Seit dem ersten Saisonrennen in Melbourne war Mercedes eine Klasse für sich und die fünf Siege in fünf Rennen – vier davon Doppelsiege – sprechen für sich. In genau einer Woche finden die Freien Trainings zum Grand Prix von Monaco statt, einem Rennen, bei dem nicht nur Sebastian Vettel hofft, zum Stolperstein zu werden und den Lauf der Silberpfeile zu unterbrechen. Mika Häkkinen glaubt jedoch nicht daran, dass sich an der Überlegenheit des Teams aus Brackley in absehbarer Zeit viel ändern wird.

«Die Dominanz von Mercedes wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach fortsetzen», schreibt der Finne in seinem Blog für den Paketdienst Hermes, sieht aber seinen Landsmann Valtteri Bottas als einen möglichen Herausforderer der Mercedes-Piloten. «Überraschungen könnten möglicherweise von Daniel Ricciardo und Valtteri kommen. Ich meine, dass Valtteri unter normalen Bedingungen in Monaco auf den gleichen Platz fahren kann wie in Barcelona.»

Dem anderen Finnen im Feld, Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen, räumt er dagegen weniger Chancen ein. «An die Chancen der Ferrari-Fahrer glaube ich nicht mehr so recht. Wenn man das Fahrverhalten der Ferraris sieht, das Auto rutscht wirklich stark und sie bekommen keinen ordentlichen Reifengrip.» Sollte die Siegesserie der silbernen Autos aber irgendwann zu Ende gehen, hofft Häkkinen, dass das zumindest «durch einen finnischen Fahrer» passieren wird.

Für Räikkönen ist dabei jedoch die erste Hürde Fernando Alonso, den der hinter sich lassen muss, ein Aufgabe, die sicher nicht einfach wird, weiß Häkkinen. «Bei Ferrari sieht man Alonsos Handschrift, da er schon so viele Jahre für den Stall fährt. Das Auto ist wie maßgeschneidert für Alonso und kann natürlich nicht sofort genauso gut zu Kimi passen», erklärt er.

«Alle wissen jedoch, dass Kimi ein talentierter Fahrer ist. In Barcelona hat er es Alonso beim Zeitfahren gezeigt. Wenn Alonso anfängt, Kimis Professionalität und seine Geschwindigkeit zu unterschätzen, könnte sich das rächen. Kimi zeigt Alonso sicher sofort den Daumen, wenn die Gelegenheit dazu kommt.»

Im teaminternen Kampf bei den Silberpfeilen, bei dem Nico Rosberg in den letzten vier Rennen das Nachsehen gegen seinen Teamkollegen Lewis Hamilton hatte, sieht der Finne aber durchaus noch Chancen für den Deutschen, das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden.

«Irgendetwas Ungewöhnliches muss Nico eigentlich nicht machen. Er sollte nur weiterhin seine eigenen Stärken herausarbeiten und die Schwächen beseitigen, sofern es denn solche gibt. Die Lage kann sich schon nächste Woche in Monaco ändern, denn Nico war immer sehr gut auf Straßenkursen.» Im vergangenen Jahr feierte der geborene Wiesbadener in der Stadt, in der er aufgewachsen ist, zum ersten Mal einen Sieg.

Aufgeben und Hamilton den Vortritt im Rennen um die WM-Krone lassen sollte Rosberg jedenfallsnoch lange nicht, findet Häkkinen. Hamilton sei nicht generell schneller als der Deutsche. «Manchmal fährt auch Nico besser. Selbst wenn Lewis etwas schneller wäre, bedeutet das nicht, dass Nico schon das Handtuch werfen sollte. Die Saison ist so lang, dass in ihrem Verlauf alles Mögliche passieren kann», so der 45-Jährige. «Zurzeit sind allerdings die Mercedes-Fahrer in der bestmöglichen Lage, da im Kampf um die Meisterschaft sie niemand mehr aufhalten kann.»

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