Lewis Hamilton: «Nico-Rosberg-Rivalität aufgeblasen»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Die Hand an der gleichen Trophäe: Nico Rosberg und Lewis Hamilton

Die Hand an der gleichen Trophäe: Nico Rosberg und Lewis Hamilton

Getreu dem bewährten Motto «Wenn dir nichts Besseres einfällt, schieb den Medien die Schuld in die Schuhe»: Lewis Hamilton spricht in seiner Kolumne über die Rivalität mit Nico Rosberg.

Mercedes-Star Lewis Hamilton hat auf seiner eigenen Webpage jene Kolumne veröffentlicht, die er jeweils mit unserem Kollegen Andrew Benson von der BBC verfasst. Einige Passagen halten wir für bemerkenswert. Das Weitere sind Originalzitate des Weltmeisters von 2008.

«Ich mag es, wenn unser Sport die Aufmerksamkeit eines grösseren Publikums entfacht und die Leute etwas zum Reden haben. So wie am Monaco-GP-Wochenende. Vielleicht liegt es am Glamour des Rennens in Monte Carlo. Vielleicht liegt es auch daran, dass etwas zwischen Nico und in der Luft zu hängen schien.»

«Zum Zeitpunkt, als wir zum Start rollten, war mir längst klar, dass wir in einer ziemlich grossen Geschichte stecken, und ich war nicht im Vorteil. Ich muss jetzt mal festhalten: das ganze Rivalitäts-Ding zwischen Nico und mir wird aufgeblasen. Ich habe in der vergangenen Woche getweetet, dass wir Freude sind und damit hat sich’s. Und so ist es auch immer gewesen.»

«In diesem Sport machst du alles um zu gewinnen. Meine Mission Impossible bestand darin, in Monaco einen Weg um Nico herum zu finden. Ich habe mein Bestes versucht. Kein Formel-1-Fahrer verliert gerne. Und jeder weiss, dass ich ein miserabler Lügner bin, also kann ich niemandem weismachen, alles sei wunderprächtig, wenn ich gerade verloren habe.»

«In diesen Momenten der Zweikämpfe und des Pulverdampfs kann man schnell mal den Blick fürs grössere Bild vergessen. Mir hilft es da immer, wenn ich eine Nacht geschlafen habe. Dann stehe ich auf, mach die Vorhänge auf und sehe – draussen dreht sich die Welt ganz normal weiter. Die Emotionen des Vortags sind von mir abgefallen, der Verstand tippt mir auf die Schulter – und ich weiss, Rang 2 war jetzt nicht das Ende der Welt. Schliesslich gibt es noch den Kanada-GP und einige Rennen mehr.»

«Ich habe mir die ganze Situation von Monaco in Ruhe angeschaut, und dann habe ich das Telefon in die Hand genommen, Nico angerufen, und wir haben die ganze Affäre begraben. Freudschaft bedeutet mir viel.»

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Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
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