Nico Rosberg: «Kleine Geheimnisse gibt es immer»

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Nico Rosberg und Lewis Hamilton: Zusammenarbeit ja, aber nur bis zu einem gewissen Punkt

Nico Rosberg und Lewis Hamilton: Zusammenarbeit ja, aber nur bis zu einem gewissen Punkt

Trotz der Ermahnung seines Chefs Toto Wolff sagt Nico Rosberg, dass es ganz normal sei, dass er und sein Teamkollege Lewis Hamilton nicht alle Informationen teilen. Immerhin seien sie auch Konkurrenten um den WM-Titel.

Gerade erst hat Toto Wolff volle Transparenz gefordert und erklärt, dass Nico Rosberg und Lewis Hamilton trotz des Konkurrenzkampfs um die Weltmeisterschaft auch weiterhin das Team in den Vordergrund stellen und gemeinsam arbeiten müssen. (Mehr dazu lesen Sie HIER). Der WM-Führende bestätigt auch, dass sämtliche Daten beider Autos jedem Fahrer frei zugänglich seien, gesteht aber gleichzeitig, dass er durchaus versuchen werde, Informationen zurück zu halten, die offenlegen würden, wie er sich kleine Vorteile verschafft hat.

«Es ist alles offen. Die Daten, alles ist offen, manchmal erzählt man aber eben nicht alles und sagt nicht, 'schau, das habe ich gemacht'», sagte Rosberg bei Crash.net. «Wenn ich irgendwo einen kleinen Vorteil finde, dann werde ich das nicht allen erzählen, ich behalte es für mich. Es sind Kleinigkeiten hier und da.»

Trotzdem würden beide natürlich in erster Linie für das Team fahren, betonte der 28-Jährige. «Alles ist frei zugänglich, denn wir müssen als Team stark sein und am stärksten sind wir, wenn wir zusammenarbeiten. Und wir arbeiten zusammen und das wird auch so bleiben. Gleichzeitig kämpfen wir aber gegeneinander, also werden wir jeden kleinen Vorteil, den wir dem anderen gegenüber haben, auch nutzen.»

Mit seinem Sieg in Österreich hat Rosberg seine Führung in der Fahrerwertung auf 29 Punkte vor Lewis Hamilton ausgebaut, jetzt sei es sein Ziel, diesen bei jedem Rennen ein bisschen zu vergrößern, sagt der Blondschopf. «29 Punkte sind ein netter Puffer, aber es ist noch früh in der Saison. Ich genieße einfach den Moment und nehme ein Rennen nach dem anderen. Mein Ziel ist immer, den Vorsprung weiter zu vergrößern, das ist alles. An diesem Wochenende habe ich das geschafft, also habe ich mein Ziel erreicht.»

Trotz allem sei das Wochenende in Spielberg aber nicht perfekt verlaufen, erklärt er weiter. «Es ist großartig, zu gewinnen, ein fantastischer Moment , was wir gemeinsam mit dem Team erreichen, wie schnell wir sind, wie schnell das Auto ist. Wir müssen aber vorsichtig sein, denn an diesem Wochenende war ein überraschender Konkurrent, Williams, sehr schnell und nah an uns dran. Wir müssen also weiter Gas geben. Es gab einige Dinge, die wir an diesem Wochenende nicht richtig hinbekommen haben, daher müssen wir beim nächsten Mal einen besseren Job machen.»

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Mathias Brunner
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