Sebastian Vettel: «Wusste genau, wer dahintersteckte»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Sebastian Vettel: Aber wir wissen ja, dass Fernando hart kämpft, und manchmal auch zu hart»

Sebastian Vettel: Aber wir wissen ja, dass Fernando hart kämpft, und manchmal auch zu hart»

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel und Ferrari-Star Fernando Alonso unterhielten die Zuschauer des Grossbritannien-GP mit einem langen Duell und hitzigen Boxenfunksprüchen. Das erzählten die Streithähne hinterher.

Das Ferrari-Duo sorgte beim Grossbritannien-GP für viel Action auf der Strecke: Erst verursachte Kimi Räikkönen schon in der ersten Runde einen derart heftigen Unfall, dass die Rennkommissare den GP nach nur einer Runde unterbrechen mussten. Der Finne bretterte mit 47 g in die Leitplanken, die daraufhin repariert werden mussten.

Zum Rennende sorgte dann Fernando Alonso für Unterhaltung, indem er sich ein hartes Duell mit Weltmeister Sebastian Vettel um die fünfte Position lieferte. Sowohl der Spanier als auch der Heppenheimer beschwerten sich mehrfach über Boxenfunk über die Fahrweise des anderen, bevor Vettel mit einem Brechstangen-Manöver den Zweikampf beendete. Hinterher erklärte der jüngste vierfache Weltmeister der Formel-1-Geschichte: «Es war auch für mich aufregend. Nach der ersten DRS-Zone versuchte ich Aussen an Alonso vorbeizuschlüpfen. Er schlug mir zwei Mal die Tür zu und wenn ich da nicht zurückgesteckt hätte, dann wären wir rausgeflogen.»

Der 27-Jährige Red Bull Racing-Pilot erklärte bestimmt: «Ich verstehe ihn, aber ich war vorne und dann diktiere ich die Linie. Aber wir wissen ja, dass Fernando hart kämpft, und manchmal auch zu hart.» Dass der Weltmeister von 2005 und 2006 die Scuderia anwies, den Rennkommissaren von Vettels Ausflügen neben die Strecke zu berichten, war Vettel gleich von Anfang an klar: «Ja, die Spielerei mit den Streckenlimits kenne ich. Ich wusste genau, wer dafür verantwortlich war, als ich angewiesen wurde, die Streckenbegrenzung zu beachten.»

Vettel, dessen Empörung aus den Boxenfunksprüchen herauszuhören war, winkte nach der Zieldurchfahrt ab: «Ich musste die ganze Zeit lachen und dachte mir: Das kann ich auch. Ich hatte auch die beste Position, um zu sehen, wie er neben die Strecke fuhr.» Dass Alonso ihm auch noch unterstellte, den Heckflügel regelwidrig in Kurve 9 flachgestellt zu haben, quittiert der Champion mit den Worten: «Aber das geht doch gar nicht, weil da gar keine DRS-Zone ist. Vielleicht hat er in seinen Spiegel gekuckt und gesehen, wie er seinen benutzt... Nein, im Ernst, wir respektieren uns, und das zählt am Ende auch. Es war ein spannendes Duell.»

Auch Alonso gab sich nach dem Fallen der schwarzweiss karierten Flagge versöhnlich: «Die Streckenlimits sind halt da, und da gab es zwei, drei Warnungen im Rennen. Ich sah dann im Rückspiegel, dass Vettel dauernd draussen war, da habe ich dann gesagt, die Regeln müssen für alle gelten. Im Eifer des Gefechts wird es natürlich immer hitzig, aber am Ende war es ein gutes Duell und wir Beide hatten unseren Spass.»

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