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André Lotterer: Gelungenes Formel-1-Debüt mit 32

Von Vanessa Georgoulas
André Lotterer: «Ich hätte auf keinen Fall zugesagt, wenn es sich um einen mir völlig unbekannten Rundkurs gehandelt hätte»

André Lotterer: «Ich hätte auf keinen Fall zugesagt, wenn es sich um einen mir völlig unbekannten Rundkurs gehandelt hätte»

Gelungenes Formel-1-Debüt von André Lotterer im Caterham: Auf dem Circuit de Spa-Francorchamps kam der Deutsche an die Zeiten seines Teamkollegen Marcus Ericsson heran – sehr zur Freude von Alex Wurz und Marc Surer.

Dass man auch mit 32 nicht zu alt ist, um in der Formel 1 einen guten Eindruck zu hinterlassen, bewies Caterham-Gaststarter André Lotterer am Trainingsfreitag zum Belgien-GP. Auf dem Circuit de Spa-Francorchamps drehte der Gaststarter seine ersten Runden im grünen Renner – und beendete gleich das Morgentraining vor seinem Teamkollegen Marcus Ericsson.

Dass Lotterer dabei 6,309 sec hinter der Bestzeit von Mercedes-Pilot Nico Rosberg blieb, spielte nur eine Nebenrolle. Am Nachmittag verkürzte der in Duisburg geborene und in Belgien aufgewachsene Rennfahrer den Rückstand auf die Spitze auf 4,904 sec. Hinterher erklärte er im Sky Sport 1-Interview: «Ich freue mich sehr, dass ich auf den weicheren Reifen von der Performance her einen guten Schritt nach vorne machen konnte und hoffe, dass ich mich im dritten Training noch weiter verbessern kann.»

Lotterer, der in diesem Jahr im Rahmen von GT- und Langstrecken-Einsätzen schon 700 Runden auf dem Circuit de Spa-Francorchamps gedreht hat und letztmals vor zwölf Jahren in einem F1-Renner sass, verrät: «Es ist sicher eine Hilfe, dass ich die Strecke so gut kenne. Ich hätte auf keinen Fall zugesagt, wenn es sich um einen mir völlig unbekannten Rundkurs gehandelt hätte. Am meisten überraschte mich die Haftung in den Kurven, die nicht sehr hoch ist. Die Leistung der Autos ist sehr gut, auf den Geraden hat man viel Power, aber in den langsamen und mittelschnellen Kurven muss man sich zusammenreissen.»

Alex Wurz: «Echter Racer von echtem Racer ersetzt»

Auch die Formel-1-Experten im Fahrerlager von Spa-Francorchamps sind zufrieden mit dem Debüt des dreifachen Le Mans-Siegers. Ex-GP-Pilot Alex Wurz, der heute selbst Langstreckenrennen bestreitet und den Klassiker von Le Mans auch schon zwei Mal für sich entscheiden konnte, erklärt: «André ist ein toller Fahrer und er hat es absolut verdient, in der Formel 1 zu fahren. In der Sportwagenszene gehört er zu den Besten. Er weiss, wie man Rennen fährt und macht wenige Eigenfehler. Er ist ein harter Kämpfer, bleibt dabei aber fair.»

Der 40-jährige Österreicher gesteht aber auch: «Ich muss zugeben, dass ich auch ein echter Fan von Kamui Kobayashi bin, der von André ersetzt wird. Das ist auch das einzig Traurige daran, dass hier ein echter Racer von einem echten Racer ersetzt wird. Nichtsdestotrotz freue ich mich für meinen Freund André und gönne ihm diese tolle Erfahrung.»

Auch Marc Surer, der früher selbst Grands Prix fuhr und im Rahmen der Formel BMW auf den damals 16-jährigen Lotterer traf, lobt: «Er war nach Sebastian Vettel der Beste in der Formel BMW – er gewann damals 16 von 20 Rennen. Ich habe immer gedacht, der schafft das locker in die Formel 1. Aber dann kam er bei Jaguar kaum zum Einsatz und ging schliesslich nach Japan. Da hat er dann alles gewonnen, was man gewinnen kann, von Formel Nippon über Langstreckenläufe bis hin zu GT-Rennen, drei Mal siegte er auch in Le Mans. Er weiss also, wie man Rennen fährt.»

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