Ron Dennis: «Lewis Hamilton fing den Streit an»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Kein Streit mehr: Rückkehrer Fernando Alonso und McLaren-Oberhaupt Ron Dennis

Kein Streit mehr: Rückkehrer Fernando Alonso und McLaren-Oberhaupt Ron Dennis

McLaren-Chef Ron Dennis erinnert sich an den Streit von 2007 zurück und erklärt: «Wenn es darum geht, wer den Streit angefangen hat, dann spielte Lewis Hamilton eine entscheidende Rolle.»

Als Fernando Alonso McLaren Ende 2007 nach nur einem Jahr wieder verliess, war eine Rückkehr des zweifachen Weltmeisters noch undenkbar. Zu sehr hatte sich der stolze Spanier mit dem nicht minder stolzen Team-Oberhaupt Ron Dennis zerstritten. Weil Alonso nun wieder nach Woking zurückkehrt, um neben Jenson Button für McLaren anzutreten, musste der 67-Jährige die alten Tage wieder Revue passieren lassen. «In der Formel 1 sind sieben Wochen schon ein ganzes Leben, sieben Jahre sind da eine sehr, sehr lange Zeit», erklärte Dennis bei der Verkündung von Alonsos Rückkehr.

Der Team-Mitbesitzer verriet auch: «Obwohl ich damals schon 60 Jahre alt war – und Junge, wie gerne wäre ich das wieder – habe ich in den folgenden sieben Jahren an Reife gewonnen und einiges verstanden. Ich bin sehr hart zu mir selbst und diese Härte und Aggression, die ich in den Mittelpunkt stelle, ist nicht immer der beste Ansatz für ein ausgewogenes Dasein. Ich bin in den letzten Jahren etwas milder und sehr viel offener geworden, und das ist meiner Meinung nach ein guter Weg, um den Wandel bei McLaren voranzutreiben.»

Ron Dennis übt sich in Selbstkritik

Alonsos erstes Jahr bei McLaren ist Dennis noch in guter Erinnerung: «Man muss die Chemie im Team anschauen. Wir hatten Lewis (Hamilton, Anm.), einen jungen Kerl, der von vielen aus guten Gründen als der Auserwählte gepriesen wurde, aber auch noch eher unreif war. Wenn es darum geht, wer den Streit angefangen hat, dann spielte er eine entscheidende Rolle. Obwohl die Situation damals eskalierte, war ich bei solchen Spannungen zwischen den Fahrern zuvor eigentlich immer in der Lage, die Situation zu entschärfen. Ich hatte die gleiche Situation schon mehrere Male mit Alain (Prost, Anm.) und Ayrton (Senna, Anm.) erlebt. Doch in diesem Fall gelang mir das nicht.»

Dennis gesteht: «Ich habe mir angeschaut, welchen Teil ich dazu beigetragen habe, mit dem gleichen Gefühl der Reue über gemachte Fehler, die man nicht rückgängig machen kann, die auch Fernando zum Ausdruck gebracht hat. Hätte ich einen Weg aus der Krise finden können? Wahrscheinlich hätte ich einige Sachen besser machen können, doch letztlich schaut man auf seine Fehler zurück, akzeptiert sie und nimmt sich vor, sie nie wieder zu wiederholen. Dabei läuft man aber Gefahr, sich selbst zu stark zu beschränken, weil man überkompensiert. Deshalb erwarte ich keine Probleme zwischen Fernando und mir.»

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