Ehemaliger Formel-1-Teambesitzer Spyker ist pleite

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
2007 startete Spyker in der Formel 1

2007 startete Spyker in der Formel 1

Der niederländische Sportwagenhersteller Spyker hat kurz vor Weihnachten Konkurs angemeldet. 2007 bestritt Adrian Sutil mit Spyker MF1 Racing sein erstes Jahr in der Formel 1.

Vor sieben Jahren unterhielt der Sportwagenhersteller Spyker noch ein Formel-1-Team. Die Niederländer kauften Ende 2006 Midland F1, das ehemalige Team von Eddie Jordan, für mehr als 106 Millionen Dollar und änderten den Namen des Rennstalls in Spyker MF1 Racing.

Im Laufe der Saison 2007 starteten neben Stammfahrer Adrian Sutil gleich drei weitere Piloten für das Team aus Silverstone: Als Erster der Niederländer Christijan Albers, der nach neun Rennen aufgrund mangelnder Sponsorengelder jedoch vor die Tür gesetzt wurde.

Am Nürburgring durfte Markus Winkelhock sein Glück versuchen und wurde dank einer geschickten Reifenstrategie der einzige Spyker-Fahrer, der jemals einen Grand Prix anführte. Der Deutsche musste sein Auto aber noch vor Rennende abstellen und verlor sein Cockpit an den Japaner Sakon Yamamoto.

Bei dessen Heimrennen holte Adrian Sutil den ersten und einzigen WM-Punkt für das Team, das nur wenig später an den indischen Geschäftsmann Vijay Mallya verkauft und für die Saison 2008 in Force India umbenannt wurde.

Wie nun bekannt wurde, gehört der Name Spyker vielleicht bald komplett der Vergangenheit an. Der Sportwagenhersteller hatte bereits vor einigen Wochen Gläubigerschutz beantragt. Da aber trotz aller Bemühungen kein Überbrückungskredit aufzutreiben war, meldete der einstige Eigner der schwedischen Traditionsmarke Saab laut verschiedener Medienberichte am Donnerstag Konkurs an.

Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 gegründet und entlieh seinen Namen einer niederländischen Automarke vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Bisher produzierte Spyker Nobel-Sportwagen und Firmenchef Victor Muller wollte sich auch noch nicht ganz geschlagen geben. Er kündigte an, dass sich sein Unternehmen künftig auf Autos mit Elektroantrieb konzentrieren wolle.

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